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Flug MH370: Zyklon behindert Suche nach Wrack

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Die "Ocean Shield" durchsucht den Indischen Ozean nach Wrackteilen der vermissten Boeing von Flug MH370.(c) APA/EPA/ABIS CHRIS BEERENS/AUSTR
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Alle Flüge im Suchgebiet über dem indischen Ozean wurden ausgesetzt. Malaysia Airlines kündigten eine Entschädigung für die Angehörigen der Opfer an.

Der Zyklon "Jack" über dem Indischen Ozean hat am Dienstag die Suche nach dem Anfang März verschollenen Flugzeug der Malaysia Airlines massiv behindert. Alle Aufklärungsflüge über dem vermutlichen Absturzgebiet von Flug MH370 seien vorerst eingestellt worden, teilte die Koordinationsstelle für die Suchaktion mit.

Eigentlich hätten am Morgen bis zu zehn Militärmaschinen starten und mit Flügen über das Suchgebiet beginnen sollen. "Die geplanten Such-Aktivitäten aus der Luft mussten wegen des schlechten Wetters, das ein Resultat von Tropenzyklon 'Jack' ist, für Dienstag ausgesetzt werden", erklärte die Koordinierungsstelle. Die Suche durch mehrere Schiffe werde aber vorerst wie geplant fortgesetzt.

Noch kein Wrackteil gefunden

Seit dem mysteriösen Verschwinden von Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord am 8. März wird nach Überresten der Maschine gesucht. Das Suchgebiet im Indischen Ozean liegt gut 1.700 Kilometer nordwestlich von Perth und ist in etwa halb so groß wie Österreich. Immer noch ist völlig unklar, warum die Boeing 777 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwand und später tausende Kilometer weiter südlich abstürzte. Zwei Drittel der Passagiere waren Chinesen.

Ein unbemanntes U-Boot sucht seit vergangener Woche nach Wrackteilen am Meeresboden. Acht Einsätze wurden bis Montag absolviert, bei keinem seien Objekte entdeckt worden, teilte die Koordinationsstelle in Perth an der australischen Westküste mit. Zusätzlich waren zehn Militärmaschinen und elf Schiffe in der Region im Einsatz, um die Wasseroberfläche nach schwimmenden Wrackteilen abzusuchen. Auch sie meldeten keinen Erfolg.

Finanzielle Entschädigung für Angehörige

Malaysia Airlines will die Angehörigen der verschollenen Insassen von Flug MH370 finanziell unterstützen. Wer wie viel Geld bekomme, sei noch Verhandlungssache, sagte Vize-Außenminister Hamzah Zainuddin am Sonntag. Die Familien sollten selbst Vorschläge unterbreiten.

Versicherungen wie die Allianz hatten schon drei Wochen nach dem Verschwinden der Boeing mit 239 Menschen an Bord mit Auszahlungen begonnen. Die Allianz führt ein Konsortium aus mehreren Unternehmen an, das die Flotte von Malaysia Airlines versichert hat. US-Anwälte waren in Kuala Lumpur und Peking und haben nach eigenen Angaben zahlreiche Familienmitglieder für eine Sammelklage auf Schadensersatz unter Vertrag genommen.

(APA/dpa)