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Favoriten: Serienräuber soll wieder zugeschlagen haben

Symbolbild(c) Fabry Clemens
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Eine 13-Jährige wurde am Samstag in Wien-Favoriten von hinten brutal niedergeschlagen und beraubt. Es ist bereits der vierte Fall, den die Polizei einem mutmaßlichen Serienräuber zuordnet.

Die äußerst brutale Raubserie in Wien-Favoriten hat ein weiteres Opfer gefordert. Einem 13-jährigen Mädchen wurde am Karsamstag am Nachhauseweg in der Davidgasse mit einem metallenen Gegenstand massiv gegen den Kopf geschlagen, danach flüchtete der Täter mit der Handtasche der Opfers. "Die Beute waren zehn Euro", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Die 13-Jährige dürfte bereits das vierte Opfers des Räubers sein. Zuvor schlug der Täter am 23. März in der Triesterstraße, am 6. April in der Hardtmuthgasse und am 11. April in der Gasse "Zur Spinnerin" ebenfalls in Favoriten zu. Opfer waren jeweils Frauen, die der Täter von hinten mit einem metallenen Gegenstand attackiert hatte. Alle drei erlitten sehr schwere Kopfverletzungen, das Opfer vom 6. April - eine ÖVP-Mitarbeiterin - war in Lebensgefahr.

Rätsel um Motiv

Rätselhaft ist - vor allem angesichts der stets geringen Beute - das äußerst brutale Vorgehen des Täters. Die Polizei schloss am Dienstag deshalb nicht aus, dass es dem Täter bei seinen Überfällen gar nicht um eine etwaige Beute, sondern um gezielte Gewaltausübung gegen Frauen gehen könnte.

(c) Polizei

Trotz intensiver Suche samt Einsatz eines Hubschraubers und einer vom Verein der Freunde der Wiener Polizei ausgelobten Belohnung in der Höhe von 5.000 Euro konnte der Täter bisher nicht ausgeforscht werden. Am Dienstag veröffentlichte die Exekutive ein Phantombild des mutmaßlichen Täters. Hinweise werden vertraulich behandelt und an das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 0131310 DW 33314 (Gruppe Hösch) oder 33800 (Journaldienst) erbeten.

Die Wiener Polizei ersucht neuerlich, dringend folgende Sicherheitstipps zu beachten:
  • Halten sie ihre Aufmerksamkeit am Nachhauseweg hoch, beobachten sie ihr Umfeld, vor allem wenn sie ihre Haustüre aufsperren.

  • Telefonieren sie nicht, sondern beobachten sie ihr Umfeld.

  • Hören sie nicht Musik mit Kopfhörern, lassen sie sich nicht ablenken.

  • Lassen sie sich nach Hause begleiten.

  • Benutzen sie nur gut beleuchtete Wege am Heimweg.

(APA/Red.)