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Mateschitz kauft Villen und Wälder in der Steiermark

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Der Red-Bull-Chef unterzeichnete am Mittwoch die Kaufverträge für fast alle Immobilien des verstorbenen Industriellen Helmut Zoidl.

Dietrich Mateschitz hat wieder einmal in der Steiermark groß eingekauft: Der Red-Bull-Chef unterzeichnete am Mittwoch die Kaufverträge für fast alle Immobilien der H.M.Z. Privatstiftung des mittlerweile verstorbenen Industriellen Helmut Zoidl. Damit wechselt unter anderem das Schloss Gabelhofen in Fohnsdorf, das Seehotel am Grundlsee und ein etwa 2000 Hektar großer Forstbesitz in Authal den Besitzer.

Monatelange Verhandlungen

Seit Monaten waren die Verhandlungen zwischen der Stiftung und dem Milliardär gelaufen. Seit Mittwoch ist alles "unter Dach und Fach", sagte Manfred Zand von der H.M.Z. auf APA-Anfrage. Die genaue Verkaufssumme wollte er nicht nennen, aber es soll sich um einen mittleren, zweistelligen Millionen-Euro-Betrag handeln. Gekauft hat Mateschitz als Geschäftsführer mehrerer seiner Gesellschaften und war auch zur Vertragsunterzeichnung vor Ort

Laut Zand gehören nun neben dem Schloss Gabelhofen in Fohnsdorf auch das ehemalige Zoidl-Wohnhaus sowie das Personalhaus der Stiftung in Spielberg dem gebürtigen Steirer. Dazu kommen rund 15 Hektar Grundstücke rund um die Therme Fohnsdorf. In Grundlsee ist nun das Seehotel sowie die angrenzende "Villa Anna" in Besitz von Mateschitz. Das größte Interesse unter den Käufern gab es am Forstgut in Authal bei Bretstein (Bezirk Murtal), so Zand.

Villa soll zu Hotel werden

Dass die Stiftung an Mateschitz veräußerte, obwohl es viele andere Interessenten gegeben habe, liege an seinen Ideen: "Er will etwa die Villa am Grundlsee ausbauen, aber nicht für sich, sondern für den Hotelbetrieb." Überhaupt sollen die erworbenen Immobilien der Öffentlichkeit zu Gute kommen und in sie weiter investiert werden, deshalb sei Zand "sehr zufrieden". Der Großteil der Bevölkerung im Ausseeland begrüße den Verkauf des Seehotels an Mateschitz ebenfalls.

Der Stiftung bleibt nun neben dem Verkaufserlös unter anderem eine Wohnung in Wien sowie eine Kunstsammlung. Die Veräußerung der Immobilien sei laut Zand im Interesse des verstorbenen Zoidls gewesen: "Er wollte, dass die Begünstigten der Stiftung versorgt sind. Die Immobilien haben aber Verluste gebracht, deshalb haben wir nun verkauft."

Therme Fohnsdorf nicht verkauft

Nicht verkauft wurde dagegen die Therme Fohnsdorf an Mateschitz, wenngleich auch das schon gemunkelt worden war. Sie liegt mitten in seinem neuen Besitz, gehört aber über eine Tochtergesellschaft der Gemeinde Fohnsdorf. Bürgermeister Johann Straner zeigte sich in Gesprächen bisher offen für einen möglichen Verkauf.

(APA)