Fest zum 825. Geburtstag des Hamburger Hafens.
Das größte Hafenfest der Welt soll noch bunter, vielfältiger und ausgedehnter werden. Schließlich feiert Hamburg vom 9. bis 11. Mai mit dem 825. Hafengeburtstag einen „Runden“. Partnerland ist Argentinien, und so könnten sich auch in die Choreografie des beliebten Schlepperballetts feurige Tangorhythmen mischen.
Bis zu 1,5 Millionen Besucher werden zum Jubiläum erwartet, auf rund vier Kilometern wird die Festmeile erweitert. Außerdem findet das maritime Volksfest im Traditionsschiffhafen, in der Speicherstadt und im Museumshafen Övelgönne statt. Im Mittelpunkt stehen rund 300 Schiffe, vom Großsegler über Kreuzfahrtriesen, über Polizei- und Zollboot bis zum größten deutschen Seenotkreuzer Hermann Marwede, der gemeinsam mit Rettungsfliegern der Deutschen Marine seine Leistungsfähigkeit demonstriert. Hier wie auf vielen weiteren Schiffen heißt es für Besucher Open Ship, um sich von der Besatzung von der häufig gefahrvollen Arbeit an Bord berichten zu lassen.
Die Aida Stella und die Aida Sol beamen am Samstag eine gigantische Lasershow an den Nachthimmel, gefolgt von einem prächtigen Feuerwerk.
Travestie und Burlesque
Leise Töne inmitten des Hafentrubels werden in der 108 Jahre alten Flussschifferkirche angeschlagen. Den Rahmen des spektakulären Festes bilden die große Einlaufparade am Freitag und die abschließenden Auslaufparade am Sonntag. Fahrgast- und Traditionsschiffe bieten eine Begleitfahrt an oder einen Törn zwischendurch. Sonst verwandeln über 200 Programmpunkte die Elbe in eine Showbühne. Auf zahlreichen Bühnen wird Hamburg gerockt, vom Shantychor bis Heavy Metal. Im Sinn einer weltoffenen Stadt findet 2014 mit Travestiekünstlern und Burlesque-Gruppen erstmals der HafenGAYburtstag als „Harbour Pride“ statt.
Die besten Standorte, um das große Spektakel auf der Elbe zu beobachten, sind der Beach Club StrandPauli, der Stintfang, der Platz am Theater im Hafen auf der anderen Elbseite und die Landungsbrücken. Grüße an zu Hause lassen sich mit Sonderstempeln vom Feldpostamt auf der Überseebrücke versenden. (dag)
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.04.2014)