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Schüsse auf Jugendliche: Polizei misstraut Opfern

(c) Fabry Clemens
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Drei junge Tschetschenen wurden am Samstagabend in Wien angeschossen. Sie sagen offenbar nicht, was sie wissen.

Wien. Liefern die Bilder von Überwachungskameras, etwa jener der Lugner-City im 15. Bezirk, Aufschlüsse zum Hergang der gewalttätigen Auseinandersetzung vom Samstagabend? Wie berichtet, wurden drei Jugendliche, 16, 17 und 18 Jahre alt, attackiert. Der Schütze verwendete eine kleinkalibrige Waffe und verletzte die Opfer zum Teil schwer.

Einer der Burschen erlitt einen Durchschuss des linken Lungenflügels, einer wurde am Unterarm, einer am Oberschenkel getroffen. Lebensgefahr bestand für keinen der drei. Am Montag wertete die Polizei Kamerabilder aus. Die Ermittler meinen zudem, dass die Opfer (sie wurden am Sonntag einvernommen) wesentlich mehr wissen, als sie zugeben.

„Wollen anscheinend nichts sagen"

Offenbar ist den Schüssen ein Streit vorangegangen. Die Opfer kennen wohl die Täter - machen aber keine Angaben. Dass sich die Schussabgabe, wie von der „Kronen Zeitung" unter Verweis auf nicht näher genannte Polizeiquellen kolportiert, im Milieu tschetschenischer Einbrecherbanden abspielte, wurde von der Polizei am Montag auf „Presse"-Anfrage nicht bestätigt. Wohl aber erklärte Sprecherin Adina Mircioane: „Die Opfer wollen anscheinend nichts sagen."

Indes sprach Wiens FP-Klubobmann Johann Gudenus unter Hinweis auf den erwähnten Medienbericht, aber freilich noch ohne Vorliegen rechtskräftiger Verurteilungen von „Mitgliedern einer tschetschenischen Einbrecherbande, denen auch zahlreiche Handyraubdelikte zugesprochen werden". Ein „Wahnsinn" sei, dass Österreich „Tschetschenen immer noch Asylstatus" gewähre. Viele der 42.000 im Land lebenden Tschetschenen würden „vor keiner Gewalt zurückschrecken". Der Mandatar möchte nun „die sofortige Abschiebung aller straffällig gewordenen Asylwerber und einen Stopp der Aufnahme asylsuchender Tschetschenen".

Anmerkung der Redaktion

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(Red.)