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Schwacher Jahresauftakt im Handel

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Der heimische Handel rutschte im ersten Quartal real ins Minus. Besonders auffällig ist der Rückgang im Lebensmittelhandel.

Die Lage im Handel ist alles andere als rosig. Das beklagt Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch am Montagabend vor Journalisten. Lorentschitsch ist die Obfrau der zweitgrößten Sparte in der Wirtschaftskammer Österreich.

Demnach würden namhafte Handelsbetriebe straucheln, verkauft oder ums nackte Überleben kämpfen. Das erste Quartal im Handel sei "nicht berauschend" gewesen, sagt Lorentschitsch. Vorläufigen Zahlen zufolge schrieb der Einzelhandel im ersten Quartal dieses Jahres nominell eine schwarze Null. Real (inflationsbereinigt) rutschte der Handel ein Prozent ins Minus.

Sinkende Preise im Lebensmittelhandel

Der Lebensmittelhandel, der üblicherweise stabile Zahlen liefere, war nominell mit 1,9 Prozent im Minus. "Diese Entwicklung hat sich schon in den vergangenen Monaten abgezeichnet", meinte Lorentschitsch. Bei einigen Produkten gab es eine Deflation, also sinkende Preise. Die Aktionen von Spar und Rewe würden das Ihrige dazu beitragen. Auch kauften die Menschen eher billigere Produkte.

Die Bau- und Heimwerkerbranche zählte im ersten Quartal hingegen zu den Gewinnern. Auch der Blumen- und Pflanzenbereich, wie der Kosmetik- und Schuhhandel konnte ein Plus vorweisen. Weniger gut lief es für den Spielwarenhandel und bei Sport-, Bekleidungs- und Elektroartikeln.

Für 2014 rechnet Lorentschitsch mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2013. Im Vorjahr gab es im stationären Einzelhandel ein reales Umsatzminus von 0,9 Prozent.

(APA)