Briten-Boykott gegen Schulz und Juncker

Spitzenkandidaten hielten in großer Runde eine TV-Konfrontation ab.

London/Maastricht. Die britischen Parteien boykottieren die von den großen EU-Parteifamilien nominierten Spitzenkandidaten für die Europawahl. Sie werden im Europawahlkampf keine Rolle spielen. Nachdem Premier David Cameron (Tories) bereits angekündigt hat, weder Martin Schulz von den Sozialdemokraten noch Jean-Claude Juncker von der Europäischen Volkspartei nach der Wahl zum neuen Kommissionspräsidenten zu wählen, will auch Labour keinen Wahlkampf für Martin Schulz betreiben. Selbst die Liberalen schließen aus, dass sie den liberalen Spitzenkandidaten, Guy Verhofstadt, plakatieren.

Juncker, Schulz, Verhofstadt und die grüne Frontfrau Ska Keller stellten sich indessen einer TV-Debatte in Euronews. Große Differenzen gab es nicht. Die EU-skeptischen Kräfte waren ferngeblieben oder wurden nicht eingeladen, da sie keinen Spitzenkandidaten nominiert hatten. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.04.2014)

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