''Glück auf''
Rote Genossen feiern den 1. Mai
''Wir wollen ein Europa ohne FPÖ und Rechtspopulisten'': Die SPÖ schlägt am Tag der Arbeit Wahlkampftöne an. Dazu gibt's rote Nelken und orientalische Gewänder.
Am 1. Mai gibt es in der Wiener Innenstadt nur eine Farbe: rot. Ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Zug - zehntausende SPÖ-Genossen nehmen auch in diesem Jahr den Ring und den Rathausplatz für sich ein.
Günter Felbermayer (Presse Digital)
Pünktlich um 9 Uhr beginnt der traditionelle Maiaufmarsch in der Bundeshauptstadt - und bringt einige farbliche Ausreißern sowie eine Packung Kritik. (Bild: ÖGB-Präsident Erich Foglar)
(c) Clemens Fabry (Presse Print)
Rot ist zwar ihre Einstellung, ihr Outfit muss es aber nicht notwendigerweise sein. So lässt sich wohl die Meinung dieser Damen zusammenfassen, die im orientalischen Look vor dem Parlament posieren.
Günter Felbermayer (Presse Digital)
„Glück auf", ruft es von Weitem, geschuldet ist es den Wiener Rauchfangkehrern. Sie stehen für Sauberkeit, Umweltschutz - und eben Glück. Am 1. Mai sind sie traditionell mit roter Kehrbürste unterwegs.
Günter Felbermayer (Presse Digital)
Keine Bürsten, dafür ein Transparent haben diese Genossen mitgebracht. Ihr Anliegen: „Vermögenssteuern statt Schulsparen."
Günter Felbermayer (Presse Digital)
Ähnliches liegt auch diesem Herren am Herzen. „Geld für Bildung statt für Banken", hält er in die Höhe.
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Kürzer ist die Botschaft, die dieser kleine Herr in roter Hose, auf der Fahne vor sich her trägt: SPÖ.
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Im Zeichen des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit - und ausgerüstet mit einer überdimensionalen Peace-Fahne - zieht es diese Truppe auf den Rathausplatz.
Günter Felbermayer (Presse Digital)
Dort angekommen werden die Marschierenden prominent empfangen: Bundeskanzler Werner Faymann, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos stehen - je nach Belieben - mit roten Krawatten, roten Nelken und/oder roten Taschentüchern bereit.
Günter Felbermayer (Presse Digital)
Das offizielle Motto des diesjährigen Mai-Treibens lautet: „Für ein soziales und demokratisches Europa. Wien leben. Wien lieben. SPÖ."
Günter Felbermayer (Presse Digital)
Stadtoberhaupt Häupl eröffnet den Reigen an Reden an die rote Basis. Nach ihm ist SPÖ-Chef Faymann an der Reihe....
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Die Emotionen bleiben trotz Kaiserwetter allerdings eher am Boden. Der Kanzler schafft es nicht, Jubelstürme auszulösen. Der Klatschreigen ist zudem deutlich kürzer als bei "Einpeitscher" Häupl.
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Am Schluss bekommt Faymann dann aber doch noch die Menge auf seine Seite - mit Parolen zur bevorstehenden EU-Wahl am 25. Mai. Tosenden Applaus erntet er, als er ruft: "Wir sind antifaschistisch und wollen ein Europa ohne FPÖ und Rechtspopulisten."
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Doch nicht alle lassen sich von der Begeisterung anstecken: „Acht Jahre Schwarz-Rot, weitere acht und wir sind tot", lautet die Botschaft dieser Demonstranten, die sich am Rathausplatz unter die Menge gemischt haben. Der Umgang mit „Hypo, Fremdenrecht, Bildung, Schuldenbremse und Vermögenssteuern" stoßen ihnen sauer auf.
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