Quergeschrieben

Wie konnte es so weit kommen? Schleichende Führungsschwäche

Ein beunruhigender Blick auf das nächste Jahr: ÖVP und SPÖ in der Krise, Grüne im Überlebenskampf, Neos in Ungewissheit um Spitzenkandidatur.

Dieser Tage empfiehlt es sich nicht, aus der Vogelperspektive auf die innenpolitische Parteienlandschaft zu sehen. Denn dort zeigen sich bei allem Bemühen um Objektivität Verwerfungen, die jeden optimistischen Blick auf das nächste Jahr trüben.

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Keine der Parteien ist gefestigt, keine geht mit einer unumstrittenen Führung in dieses Wahljahr. Keine? Im Juni hat Generalsekretär Michael Schnedlitz die FPÖ als „einzig stabile Kraft“ bezeichnet. Man könnte ihm fast recht geben, wäre da nicht die Erfahrung mit der FPÖ in den letzten Jahrzehnten. Da war es immer sehr schnell mit der Stabilität vorbei, sollte sich der Erfolg nicht wie erwartet „bezahlt“ (im Wortsinn) machen. Im Moment macht der Höhenflug in den Umfragen alle mit Herbert Kickls Stil Unzufriedenen mundtot. Der FPÖ-Chef scheint klug genug, „Abweichler“ einfach gewähren zu lassen. So weit ist es also gekommen, dass man dem Stabilitätsanspruch der FPÖ bis auf Weiteres wenig entgegenhalten kann.

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