Interview

Was Opernhäuser von der Budapester Staatsoper lernen können

Nicht nur das Ballett, auch das Publikum ist hier jung: Ganna Muromtseva floh aus der Ukraine nach Ungarn. Jetzt tanzt sie dort an der Staatsoper.
Nicht nur das Ballett, auch das Publikum ist hier jung: Ganna Muromtseva floh aus der Ukraine nach Ungarn. Jetzt tanzt sie dort an der Staatsoper.Reuters
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Ungarn. Die Staatsoper in Budapest sieht aus wie die kleine Schwester der Wiener, macht aber großes Theater, zwölf Monate im Jahr und mit jungem Publikum – wie geht das? Ein Gespräch mit Direktor Szilveszter Ókovács.

Auch die Budapester Staatsoper ist in die neue Saison gestartet. Das traditionsreiche Haus in der Andrássystraße, das für Wiener Gäste etwa so aussieht wie die kleine Schwester unserer Staatsoper, steht nach eineinhalb Jahren Renovierung wieder zur Verfügung. Das Repertoire reicht in den kommenden Wochen von Mozarts „Zauberflöte“ über Rossinis „Italienerin in Algier“ und zwei Puccini-Klassikern bis zu Verdis „Nabucco“ und einem kompletten Durchlauf von Wagners „Ring des Nibelungen“. Das Ballett tanzt „Don Quijote“, „Spartacus“ und einen dreiteiligen Bartók-Abend, im dazu gehörigen Erkel-Theater gibt es Operette, und die neuen „Eiffel Art Studios“ bieten Zusatzprogramme auch für Jugendliche. Der stilistischen Breite entspricht auch die Mischung des Publikums. In Budapest hat man offenbar keine Probleme mit dem Nachwuchs.

Fast die Hälfte der Besucher ist unter 45

„Wir haben wirklich keinen Grund, uns zu beschweren, im Gegenteil“, sagt im Gespräch mit der „Presse“ der Direktor der Staatsoper, Szilveszter Ókovács: „Die Wiedereröffnung des renovierten Opernhauses in der Andrássy út im März 2022 hat uns eine durchschnittliche Auslastung von 90 Prozent beschert. 2022 gehörten zehn Prozent des Publikums zur Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen, 17 Prozent waren zwischen 25 und 34, 20 Prozent zwischen 34 und 44.“

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