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Arbeiten Europas Banken wirklich profitabler als US-Banken?

Der Börsenwert der zehn größten europäischen Banken stieg, jener der US-Banken fiel.
Der Börsenwert der zehn größten europäischen Banken stieg, jener der US-Banken fiel. Reuters/Kai Pfaffenbach
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Lang hatten die europäischen Geldhäuser im Vergleich zu ihren Kollegen aus den USA das Nachsehen. Erstmals seit zehn Jahren hat sich das geändert. Was dahinter steckt.

Wien. Mehr Gewinn, mehr Eigenkapital und größere Bilanzsummen. Die Platzhirsche der globalen Bankenbranche haben ihren Sitz in den USA (wenn China außen vor gelassen wird). Dass Europas Geldhäuser ihren amerikanischen Kollegen bisher hinterherlaufen, lag unter anderem an den höheren Personalkosten, den strengeren Vorschriften der EU und ihrem Geschäftsmodell. So spielt das Provisionsgeschäft in den USA eine wesentlich größere Rolle. Doch nun hat sich das Bild gewandelt, so eine Untersuchung des Beratungsunternehmens EY. Haben die Europäer ihre Hausaufgaben gemacht?

Zunächst sorgten die steigenden Zinsen für ein Aufholen in Europa. Zwar profitierten auch die US-Finanzinstitute von der Zinswende. „Insbesondere Probleme wie der Bankrott der Silicon Valley Bank, Unruhen im Technologiesektor und eine schwache Performance im Bereich Börsengänge und Fusionen und Übernahmen hatten aber einen negativen Einfluss, wie die Eigenkapitalrenditen belegen“, sagt Gunther Reimoser von EY Österreich.

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