Meinung: Multi Festwochen

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üngst schimpfte die FPÖ über die Wiener Festwochen. Nur noch    drei deutschsprachige Aufführungen! Skandal! Ja. Kunst wird immer internationaler, interdisziplinärer. Theater wuchert in die bildende Kunst, Film ins Theater, alles zusammen wird illustriert von Tanz, Video, Musik.

Mit 101 Sprachen wirbt VP-Präsidentschaftskandidatin Ferrero-Waldner. Freilich: Die meisten Menschen beherrschen nicht einmal eine ganz. Nur die Kunst weht über alle Grenzen hinweg. Aus den verborgensten Winkeln der Welt holt sie ihre Partikel und Panoramen, unterschiedlich vermittelt: von der Übersetzung in der Literatur über den Film in "OV" mit Untertiteln bis zu Cross-Over-Performances. Und weil Geschmäcker wie Bildungsstand äußerst verschieden sind, muss auch das Angebot möglichst breit sein: Globalisierung in ihrer edelsten Form. Das ist die einzige Legitimation eines Luxus-Festivals wie der Festwochen, dass sie eben vieles bringen und damit vielen etwas - das in seiner Art möglichst so perfekt und überzeugend funktionieren sollte wie moderne Massenmedien, etwa Comic, TV, Entertainment, von Disney bis Universum.

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