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anz und gar nicht wie ge schmiert läuft es derzeit an den Aktienmärkten. Sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks wurden an den Börsen am Freitag Kursverluste verbucht, auch Wien bildete keine Ausnahme.
Zwei Hauptgründe gab es für die schlechte Stimmung: Der Ölpreis erreichte in New York ein neues Rekordhoch. Und die Arbeitsmarktdaten in den USA fielen auch anders auch als erwartet. Im Juli wurden in den Vereinigten Staaten nur 32.000 Stellen geschaffen, was erheblich unter den Erwartungen lag. Ökonomen hatten mit 240.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Das schockte den Markt, sagte ein Aktienhändler.
Der Ölpreis, so befürchten die Investoren, werde die Energiekosten erhöhen und auf diese Weise an den Unternehmensgewinnen zehren. "Wenn sich Öl weiter verteuert, wird das erhebliche Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, die Verbraucherausgaben und das Umsatzwachstum haben", sagt Petr Kosourek, Vice President bei Morgan Stanley in Amsterdam. Ein Insolvenzverfahren von Delta Airlines werde auf Grund des hohen Ölpreises immer wahrscheinlicher, so die Analysten von Goldman Sachs. Sie haben ihre Anlageempfehlung von "in-line" auf "underperform" reduziert. Nach Branchen ging es im Euro-Stoxx-600 für den Luftfahrtsektor besonders deutlich nach unten. Die Treibstoffkosten machen rund 16 Prozent an den Gesamtkosten einer Fluglinie aus, berechnete das Beratungsunternehmen Aviation Economics.