Börsenindizes: Die MSCI-Indizes werden neu gemischt

Per Ende Mai werden die für Fondsmanager wichtigen MSCI Indizes stark umgebaut.

london (bloomberg). 224 Unternehmen, darunter die deutsche Depfa Bank, die London Stock Exchange, Yahoo Japan und die russische Sberbank, werden neu in die die Aktienindizes von Morgan Stanley Capital International (MSCI) aufgenommen.

Von den Neuzugängen entfällt ein Viertel auf US-Unternehmen. Insgesamt 22 Unternehmen fallen am 28. Mai nach Börseschluss aus den MSCI-Indizes heraus, weil sie das Kriterium eines möglichst hohen Streubesitzes (85 Prozent free float ist der Zielwert) nicht mehr erreichen.

In Europa werden 37 Unternehmen neu in MSCI-Indizes aufgenommen. Neu sind neben der Depfa, dem zweitgrößte Staatsfinanzierer Europas, auch der britische Telekomausrüster Marconi und der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania.

Zu den größten Neuzugängen weltweit gehören BB&T Corp., eine Bank aus North Carolina, die seit 1989 insgesamt 58 Banken und Sparkassen übernommen hat, sowie die Sberbank, die mehrheitlich vom russischen Staat kontrollierte Sparkasse.

Die Zusammensetzung der MSCI-Indizes ist insbesonders für Fondsmanager wichtig, die ihre Fondsentwicklung mit jener des passenden MSCI-Index vergleichen. "Die MSCI-Indizes werden von sehr vielen institutionellen Anlegern verfolgt, die sich die Veränderungen genau ansehen werden", erklärte Trudbert Merkel, Fondsmanager bei Deka Investment in Frankfurt. "Das ist positiv für die Unternehmen, die neu hinzustoßen, da Investoren die Aktien entsprechend der Index- Veränderungen kaufen werden, das steigert die Nachfrage nach ihren Aktien."

Mehrheitseigner von MSCI ist die Investmentbank Morgan Stanley, auf die Capital International Group entfällt eine Minderheitsbeteiligung.

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