Analyse

Die russische Front in der Ukraine beginnt zu bröckeln

Die ukrainische Armee nahe der Stadt Bachmut.
Die ukrainische Armee nahe der Stadt Bachmut. Reuters / Stringer
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Das strategische Vorgehen der Militärführung in Kiew wird im Donbass immer mehr ersichtlich. Und die Lage wird für das russische Militär immer ernster.

Zu Beginn der Woche hat das russische Verteidigungsministerium ein neues  Rekrutierungswerbevideo veröffentlicht. Darin unterhalten sich zwei Soldaten im Schützengraben darüber, was sie nach dem gewonnenen Krieg machen würden. Der eine sagt, während ringsum Schüsse und Granaten krachen, es sei sein Traum, im eroberten Kiew eine Wohnung zu kaufen. Der andere bevorzugt dagegen eine Immobilie in der Hafenstadt Odessa – weil er das Meer so liebt.

Ob der Agitationsfilm tatsächlich junge Männer dazu bringt, sich bei der russischen Armee zu verpflichten, sollte bezweifelt werden. Denn selbst in Russland haben nach 19 Monaten Krieg viele mittlerweile mitbekommen, dass die Eroberung der gesamten Ukraine einer Fata Morgana gleichkommt. Und der propagierte „große Sieg“ über das vermeintliche „Naziregime“ in Kiew könnte sich sogar ins Gegenteil verkehren. Denn die im Juni begonnen Gegenoffensive der Ukraine bekommt langsam Konturen und die Lage für das russische Militär wird immer ernster.

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