Google: Promis kassieren

Der Börsegang von Google nimmt Konturen an. Die beiden Gründer würden damit über Nacht in die Liste der reichsten Amerikaner aufsteigen. Aber auch prominente Investoren könnten mitkassieren.

WIEN (holf). Er gilt als der „heißeste“ Börsengang des Jahres und das Beste, was der Technologie-Branche seit einer kleinen Ewigkeit passieren könnte: Nach monatelangen Spekulationen deutet nun alles darauf hin, dass Google noch in dieser Woche sein IPO (Initial Public Offering) bekannt geben wird. Mit den Vorbereitungen für diesen mit Spannung erwarteten Börsengang wurden die Investmentfirmen Credit Suisse First Boston und Morgan Stanley beauftragt, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag.

Schwarzenegger, Woods & Co profitieren von Börsegang

Ein guter Auftrag: Den beiden Banken winken für die Abwicklung des IPO rund hundert Millionen US-Dollar an Gebühren. Doch nicht nur Credit Suisse First Boston und Morgan Stanley würden bei einem Google-Börsegang kräftig mitschneiden: Zahlreiche Prominente und Wirtschaftskapazunder haben in den letzten Jahren in die beliebte Suchmaschine investiert – und könnten nun die Früchte ernten. Zum Who is Who der Google-Investoren zählen laut New York Times unter anderem Tiger Woods, Shaquille O'Neal, Henry A. Kissinger und Arnold Schwarzenegger.

Einen besonders guten Riecher dürfte Andy Bechtolsheim, einer der Gründer von Sun Microsystems, gehabt haben. Bechtolsheim, laut eigenen Angaben der erste Google-Investor von außerhalb der Firma, hält in etwa ein Prozent an Google, erzählte er der New York Times. Mit einem erfolgreichen Börsegang könnten die von ihm investierten 200.000 Dollar auf einen Schlag 300 Millionen Dollar wert sein.

Google-Gründer würden über Nacht zu den reichsten Amerikanerer zählen

Zu den Branchen-Insidern, die ebenfalls in Google investiert haben, zählen der Netscape-Gründe Marc Anderseen, Napster-Erfinder Shawn Fanning oder Pierre M. Omidyar, einer der Gründer von eBay. Auch die Universität Stanford dürfte von einem Börsegang profitieren: Da Sergey Brin und Larry Page ihre Suchmaschine entwickelten, während sie in Stanford studierten, erhält die angesehene Universität Lizenzgebühren von Google. Brin und Page selbst würden durch ein Google-IPO in die Liste der reichsten Amerikaner aufsteigen. Beobachter schätzen, dass den beiden zwischen einem Drittel und der Hälfte des Unternehmens gehört.

Der Börsenwert von Google wird von Experten auf bis zu 25 Mrd. US-Dollar geschätzt. Damit liegt das 1998 gegründete Unternehmen in einer Liga mit dem weltgrößten Internet-Händler Amazon.com und dem Portal-Pionier Yahoo! – und wäre somit wertvoller als der Sportartikelhersteller Nike oder der Rüstungskonzern Lockheed Martin.

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