Checkliste

Was in einer Hausapotheke sein sollte

Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsproblemen und aktuell einzunehmende Dauermedikationen sowie Materialien zur Versorgung von offenen Wunden oder stumpfen Verletzungen sollte man unter anderem Zuhause haben.
Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten, Verdauungsproblemen und aktuell einzunehmende Dauermedikationen sowie Materialien zur Versorgung von offenen Wunden oder stumpfen Verletzungen sollte man unter anderem Zuhause haben.IMAGO/Volker Speckenwirth
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Im Krisenfall sollten die Menschen ein paar Tage dafür gerüstet sein, nicht zum Arzt oder zur Apotheke gehen zu können. Die Apothekerkammer stellte gemeinsam mit dem Zivilschutzverband eine neue Checkliste vor.

Ob Naturkatastrophe, Atomunfall oder Black-out: Im Krisenfall sollte man einige Tage dafür gerüstet sein, nicht zum Arzt oder in eine Apotheke gehen zu können. Die österreichische Apothekerkammer stellte am Donnerstag gemeinsam mit dem Zivilschutzverband bei einem Pressegespräch in Wien eine neue Checkliste für die gut sortierte private Haushaltsapotheke vor.

Diese Checkliste dient als Richtlinie und sollte je nach Lebensumständen (Anzahl und Alter der Haushaltsbewohner, Lebensumstände) angepasst werden. Die Präsidentin der österreichischen Apothekerkammer, Ulrike Mursch-Edlmayr, warnte vor zu langer oder falscher Lagerung vor allem geöffneter Arzneimittel. Sie empfahl, regelmäßig mit der Haushaltsapotheke in der Apotheke vorbeizukommen, um sie von den Spezialistinnen und Spezialisten auf den neuesten Stand bringen zu lassen.

„Hat mich sehr überrascht“

Neben einem Vorrat an verschreibungspflichtigen Medikamenten für mindestens einen Monat sollte man in erster Linie Arzneien zur Selbstbehandlung von leichten Gesundheitsbeschwerden sowie Verbandsmaterial immer verfügbar haben. Eine individuelle Beratung beim Profi sei jedem ans Herz gelegt: Welche Schmerzmittel etwa aktuell empfehlenswert sind, hänge von vielen Faktoren wie Alter und Vorerkrankungen ab.

Einer Online-Erhebung des IMAS-Instituts im Auftrag des Zivilschutzverbandes mit 1350 Teilnehmenden zufolge ist die Bevölkerung - eigenen Angaben zufolge jedenfalls - grundsätzlich gut ausgestattet und würde im Fall der Fälle 8,6 Tage auskommen. „Das hat mich sehr überrascht“, sagte Andreas Hanger (ÖVP), Präsident des österreichischen Zivilschutzverbandes, „aber es gibt Luft nach oben. Das Ziel sollten 100 Prozent sein.“ Alle sollten bestmöglich auf Krisen vorbereitet sein, „die hoffentlich nie passieren“.

Pflaster, Nasenspray und Co.

Ein wichtiger Aspekt ist die Aufbewahrung. Die Hausapotheke sollte an einem trockenen und kühlen Ort aufbewahrt werden und für Kinder unerreichbar sein. Experten empfehlen, Medikamente in Verwendungsgruppen - etwa für Erkältungskrankheiten, Verdauungsprobleme, offene Wunden, stumpfe Verletzungen und aktuell einzunehmende Dauermedikationen - zusammenfassen. Dazu gehören unter anderem Mullbinden, Pflaster, Nasenspray, schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente, Kaliumjodid-Tabletten, Wund- und Heilsalben sowie Fieberthermometer und sterile Spritzen. Alles, was bei akutem Handlungsbedarf (starken Blutungen etwa) möglichst rasch verfügbar sein sollte, steht am besten möglichst griffbereit.

Die erwähnten Hilfsmittel sollen sowohl im Alltag, als auch in einer Krise unterstützen und eine gewisse Sicherheit bieten. Lieferengpässe bei Medikamenten würden sich zwar nicht komplett verhindern lassen, die Branche habe sich aber so weit wie möglich vorbereitet. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, versicherte Mursch-Edlmayr. Sie hofft etwa auf die Schaffung von Lager-Kapazitäten, um im Fall der Fälle einiges im Land herstellen zu können. (APA/Red.)

Die komplette Checkliste finden Sie hier.

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