VP-Klubchef Molterer bekräftigt den Wunsch nach einer neuen Konferenz zu zweisprachigen Ortstafeln.
WIEN (red.). Die ÖVP drängt weiter darauf, im Staatsvertrags-Jubiläumsjahr 2005 den Konflikt um die zweisprachigen Kärntner Ortstafeln auszuräumen. Nach Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat sich nun auch VP-Klubchef Wilhelm Molterer für die Einberufung der Konsenskonferenz ausgesprochen. Dieses Gremium, in dem alle von den zweisprachigen Ortstafeln betroffenen Gruppen vertreten sind, kam im Jahr 2002 zum bisher letzten Mal zusammen, um eine Neuregelung der vom Verfassungsgerichtshof im Dezember 2001 gekippten Ortstafel-Regelung auszuhandeln.
"Ich bin optimistisch, dass es diesmal einen Konsens geben könnte", erklärte Molterer am Freitag in Klagenfurt. Denn man sei schon im Jahr 2002 fast am Ziel gewesen. Der Kärntner VP-Klubchef Raimund Grilc regte einen Runden Tisch an, an dem sich die Slowenenvertreter im Vorfeld der Konsenskonferenz auf eine Position einigen sollten.
Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und die Kärntner FPÖ hatten skeptisch auf die Ankündigung Schüssels reagiert, den Streit um die deutsch-slowenischen Ortstafeln schon in der nächsten Zeit wieder auf die politische Tagesordnung zu setzen. Um eine Einigung möglich zu machen, müsste noch eine Reihe von Vorgesprächen geführt werden, so die Argumentation der Kärntner FPÖ.