FPÖ: Waneck muss gehen

Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (58) muss den Hut nehmen. Er muss Eduard Mainoni, dem neuen Infrastruktur-Staatssekretär, weichen.

Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (58) muss den Hut nehmen.  Er muss Eduard Mainoni, dem neuen Infrastruktur-Staatssekretär, weichen. Seine Amtszeit begleiteten teils heftige gesundheitspolitische Diskussionen. An der fachlichen Kompetenz des Wiener Mediziners zweifelte dabei aber nie jemand. Dem 58-jährigen Radiologen wurde jedoch parteiintern vorgehalten, dass er als Staatssekretär politisch zu wenig öffentlich zu sehen sei.

Waneck blieb in den mehr als vier Jahren seit seinem Amtsantritt im Februar 2000 stets mehr der Arzt und kompetenter Experte als der mit allen Wassern gewaschene Politiker. "Er hat nicht die Ellbogen, nicht das Geschick, sehr viel umzusetzen", charakterisierte ihn ein Parlamentarier, der selbst im Gesundheitsbereich tätig ist.

Wanecks Reform-Baby war das im Sommer 2002 in Kraft getretene Paket zur Sanierung der Krankenkassen mit dem Darlehensmodell, wodurch die noch besser da stehenden Kassen den maroden Geld leihen müssen. Aber der Verfassungsgerichtshof hob das Ausgleichsmodell auf.

Gelungen ist Waneck 2001 der Krankenanstalten- und Großgeräteplan, der derzeit in Umsetzung ist. Insgesamt soll damit die Zahl der Spitalsbetten um 2,9 Prozent reduziert werden.

Am 16. Oktober 1945 in Innsbruck geboren, absolvierte Waneck Volksschule und Realgymnasium in Wien, bevor er nach einem Medizinstudium mit dänischem Staatsstipendium in der Bundeshauptstadt 1971 promovierte.


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