Studie

Wer hat Angst vor der KI?

Humanoider Roboter Asimo beim Ars Electronica Festival in Linz.
Humanoider Roboter Asimo beim Ars Electronica Festival in Linz. (c) APA/HONDA (HONDA)
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Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Job verbreitet sich. Immer mehr Menschen nutzen die digitalen Anwendungen. Währenddessen bleibt die Sorge groß, so den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren.

Manche Firmen nutzen sie, um individuelle Karrierepfade für die Angestellten per Algorithmus zu erstellen. Andere, um mittels Sprachassistenz zu recherchieren. Viele von ihnen fertigen mithilfe des von Open AI gebauten Chatbots Chat GPT Texte an, verfassen Gedichte und Übersetzungen. Ein junges Phänomen, dass mitunter auch Angst auslöst. Zuletzt hat selbst Open-AI-Chef Sam Altman beim Verlassen des „AI Insight Forum“ gesagt, es gebe Dinge in der Zukunft, „die wir vielleicht nicht haben wollen“. Und auch die Medienethikerin Jessica Heesen warnt vor der „Mystifizierung von KI“. Dadurch entstehe Passivität, anstatt Bewusstsein für die anstehende Herausforderung zu schaffen.

Hierzulande ist der digitale Umbruch bereits in vollem Gange. Firmen investieren in neue Technologien und die dazugehörige Infrastruktur. Gewisse Aufgaben werden bereits automatisiert oder durch digitale Tools ersetzt, das merken auch die Arbeitnehmer. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Deloitte-Umfrage unter 500 heimischen Arbeitnehmenden. 61 Prozent von ihnen befürworten die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt.

81 Prozent merken Umstrukturierung

Bei 16 Prozent der Mitarbeitenden wird die Technologie zumindest gelegentlich im Unternehmen angewendet, vor allem bei repetitiven Aufgaben und Automatisierungen sowie bei datenbasierten Entscheidungen. Mehr als ein Drittel der Befragten sieht in ihrer Verwendung eine große Chance, ein weiteres Drittel empfindet die Technologie jedoch auch als Bedrohung. Um der Unsicherheit entgegenzuwirken, sind eine bewusste Auseinandersetzung mit KI sowie die verantwortungsvolle Implementierung entscheidend.

Durch den Einsatz technologischer Tools ändern sich auch die geforderten Kompetenzen von Mitarbeitenden. Dazu zählen vor allem technische Kenntnisse und Fähigkeiten wie Programmierung und Datenanalyse. Denn 81 Prozent bemerken bereits Umstrukturierungen in den Arbeitsabläufen.

Alles neu macht die KI

In den kommenden Jahren werde der Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitswelt weiter an Bedeutung gewinnen, ist Deloitte-Arbeitsrechtsexpertin Anna Nowshad überzeugt. Mehr als die Hälfte der befragten Österreicher rechnet mit einer Veränderung ihrer Jobs und der benötigten Kompetenzen innerhalb der nächsten drei Jahre. Um die digitale Transformation bestmöglich voranzutreiben, müsse Arbeit „proaktiv neu gestaltet werden“. Es gilt, das Beste aus menschlichen Potenzialen und den neuen Technologien herauszuholen, damit ein echter Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeitende entsteht. (ere)

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