Verletzungspech

Marko Arnautović und Inter: Es bleibt kompliziert

Marko Arnautović verletzte sich am Sonntag, wird länger ausfallen.
Marko Arnautović verletzte sich am Sonntag, wird länger ausfallen.Reuters / Jennifer Lorenzini
  • Drucken

Auch das zweite Engagement bei den „Nerazzurri“ läuft für Marko Arnautovic holprig. Jetzt fällt der 34-jährige ÖFB-Star verletzt aus.

Es ist eine echte Hiobsbotschaft – für ihn und für Österreich. Marko Arnautović verletzte sich beim 1:0 gegen Empoli und droht laut italienischen Medienberichten gar für zwei Monate auszufallen. Der Stürmer von Inter Mailand wird dadurch nicht nur seinem Klub, sondern aller Voraussicht auch der ÖFB-Nationalmannschaft für die EM-Qualifikationsspiele im Oktober fehlen. Am 13. Oktober wartet in Wien Belgien, drei Tage später geht es in Baku gegen Aserbaidschan.

Die medizinischen Checks, denen sich Arnautović am Montag unterzog, ergaben eine mittelschwere Muskelzerrung im linken Oberschenkel. Sein Zustand soll in den nächsten Wochen erneut geprüft werden. Der 34-Jährige hat das Stadion auf Krücken verlassen. Laut dem „Corriere dello Sport“ sei sogar eine Zwangspause von mehr als zwei Monaten nicht ausgeschlossen. Inter-Trainer Simone Inzaghi zeigte sich besorgt: „Wir werden ihn eine Weile verlieren.“

Nicht erste Wahl

Für Arnautović läuft es in Mailand nicht zuletzt wegen der Verletzung alles andere als rund. In keinem seiner sieben Saisonspiele spielte er über die volle Distanz, in der Liga wurde er gar immer nur eingewechselt. Ein Tor gelang ihm noch nicht. Dabei war die Hoffnung groß, dass sein zweites Engagement bei Inter deutlich glanzvoller ausfallen wird als sein erstes. 2009/10 kam der Wiener nur zu drei Kurzeinsätzen, wobei er in der Champions League keine einzige Minute spielte (und dennoch mit dem Pokal in der Hand über den Titel jubelte).

„Vor 13 Jahren war ich ein bisschen ein Hitzkopf, habe mich nicht so sehr auf meinen Fußball konzentriert“, sagte Arnautović nach seinem erneuten Wechsel nach Mailand vor etwas mehr als einem Monat. Das sei nun anders: „Ich habe eine Familie, bin älter, ruhiger und weiser geworden und hoffe, dass die Dinge dieses Mal gut ausgehen.“ Weniger gut war es schon in der Champions League vergangene Woche gelaufen. Nach dem 1:1 gegen Real Sociedad, als er in der 55. Minute ausgewechselt wurde, wurde der Stürmer von italienischen Medien scharf kritisiert. Die „Gazzetta“ schrieb: „Manchmal kann er keinen einzigen Ball halten, sodass Teamkollegen in Schwierigkeiten geraten.“ (stm)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.