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Axel Springer verabschiedet sich aus der Schweiz

Axel Springer treibt seine Digitalstrategie voran.
Axel Springer treibt seine Digitalstrategie voran.Reuters/Fabrizio Bensch
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Die Anteile gehen an den Joint-Venture-Partner Ringier, teilte der Medienkonzern mit.

Axel Springer treibt seine Digitalstrategie voran und trennt sich von seinem Anteil am Schweizer Gemeinschaftsunternehmen mit dem Verlag Ringier. Springer habe die Beteiligung von wirtschaftlich 35 Prozent an Ringier Axel Springer Schweiz an Ringier verkauft, teilte der deutsche Medienkonzern am Mittwoch mit.

In Polen blieben Ringier und Springer weiter als Joint-Venture-Partner verbunden. Sie betreiben dort seit vielen Jahren Marken im Medien- und Rubrikengeschäft mit Digitalfokus wie Onet, Fakt, Newsweek, Forbes und Morizon.pl.

Springer treibt Digitalstrategie voran

„Schon heute sind fast 90 Prozent unserer Umsätze aus dem Digitalgeschäft“, sagte Springer-Chef und Großaktionär Mathias Döpfner. Erklärtes Ziel sei, Springer zu einem rein digitalen Medienunternehmen aufzustellen. „Daher ist der Verkauf unserer Anteile an Ringier Axel Springer Schweiz für uns folgerichtig, deren 20 Medienmarken bei Ringier hervorragend aufgehoben sind.“ Dazu gehören Publikumszeitschriften wie die „Schweizer Illustrierte“ oder die Wirtschaftsblätter „Bilanz“ und „Cash“.

Ringier-Chef Marc Walder sagte, nach Osteuropa, Griechenland und Portugal investiere man mit dieser Transaktion weiter in führende Medienmarken. Das Zusammenbringen der Blick-Gruppe mit Inhalten des Ringier-Axel-Springer-Portfolios „stärkt uns strategisch enorm“. Der Deal soll noch 2023 abgeschlossen sein.

Die Ringier Axel Springer Schweiz AG wurde 2016 als 50:50 Joint Venture gegründet und beschäftigt rund 400 Personen in Zürich und Lausanne. Der Berliner Herausgeber von „Bild“ und „Welt“ und der Schweizer Verlag hatten 2010 angekündigt, ihr Osteuropa-Geschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen einzubringen. Im Sommer 2021 übernahm dann Ringier bereits alle Anteile von Springer in Ungarn, Serbien, der Slowakei und in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. (APA)

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