Prognose

Warum die Arbeitslosigkeit noch weiter steigen wird

Frauen verlieren in Wirtschaftskrisen typischerweise nicht so schnell ihre Jobs wie Männer.
Frauen verlieren in Wirtschaftskrisen typischerweise nicht so schnell ihre Jobs wie Männer. Santiaga
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Mehr Menschen drängen auf den Arbeitsmarkt. Doch im Wirtschaftsabschwung gibt es nicht genügend Jobs. Ein neuer AMS-Bericht prognostiziert auch 2024 steigende Arbeitslosenzahlen.

Wien. Das R-Wort geht in Österreich um: die Rezession. Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,1 Prozent geschrumpft, erheblich stärker, als die Experten erwartet hatten. Ökonomen schließen nun auch einen Wirtschaftsrückgang im Gesamtjahr 2023 nicht mehr aus. Die Wirtschaftsflaute zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt – und auch das deutlicher als bisher erwartet; so eine aktuelle Prognose des Arbeitsmarktservice (AMS). „Schwache Konjunktur schlägt auf den Arbeitsmarkt durch“, ist die Analyse betitelt, die das Forschungsinstitut Synthesis für das AMS erstellt hat und die der „Presse“ vorliegt.

In der ersten Jahreshälfte haben die Betriebe in Österreich noch reichlich Personal eingestellt. Doch schon im Laufe des heurigen Jahres werde sich die anhaltende Konjunkturschwäche „zunehmend dämpfend auf den betrieblichen Personalbedarf auswirken“, heißt es in der Analyse. Als Folge werde es sowohl heuer als auch nächstes Jahr zu einem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen.

Dass die Arbeitslosigkeit heuer steigt, hatten die Ökonomen erwartet. Doch bereits für 2024 hatten sie wieder mit einem Rückgang gerechnet. So geht das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seiner Prognose noch davon aus, dass die Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent heuer auf 6,1 Prozent 2024 sinkt. Allerdings stammt diese Prognose vom Juni. Demnächst legen das Wifo und das Institut für Höhere Studien (IHS) ihre Herbstprognose vor. Gut möglich, dass sie den Ausblick nach unten korrigieren.

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