Die Patientensicherheit bei Impfreaktionen ist ein starkes Argument gegen die Möglichkeit, dass auch in Apotheken geimpft wird. Insgesamt überwiegen aber die Vorteile.
Was für ein geschickter Schachzug von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Obwohl die niedergelassenen Ärzte nichts für die langen Wartezeiten für Corona-Impftermine können, hat er sie vergangene Woche dennoch dafür verantwortlich gemacht und scheinbar aus dem Nichts die Apotheken ins Spiel gebracht. Dort könne ja auch geimpft werden, wenn die Ordinationen nicht imstande seien, rechtzeitig ausreichend Impfstoffdosen zu bestellen und Impftermine zu vergeben.
Dass es Probleme bei den Lieferungen gab, erwähnte er nicht. Die ganze Wahrheit würde nämlich seine Agenda sabotieren – schließlich setzt er sich schon länger dafür ein, dass auch Apotheker impfen dürfen. Bisher ist das in Österreich bekanntlich nur Ärzten vorbehalten. Deswegen auch das Wort „scheinbar“ vorhin. Tatsächlich war sein Vorschlag, das Impfmonopol der Ärzte ein für alle Mal aufzubrechen, keine spontane Idee als Reaktion auf die langen Wartezeiten, sondern ist Teil einer Strategie.