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Alumero: Solaranlagen-Überflieger aus Salzburg 

Alumero-Eigentümer und Geschäftsführer Manfred Rosenstatter in seinem Alumero-Betrieb in Seeham am Obertrumer See.
Alumero-Eigentümer und Geschäftsführer Manfred Rosenstatter in seinem Alumero-Betrieb in Seeham am Obertrumer See.WKS/Probst Photographie
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Großbetriebe. Mit Unterkonstruktionen für PV-Anlagen wurde Alumero bekannt, jetzt setzt man auch auf Solar-Konzepte

Die Energiekrise lässt das Business mit Solaranlagen boomen. Das Salzburger Unternehmen Alumero liefert Unterkonstruktionen für Photovoltaikanlagen, hinzu kommen Eigenentwicklungen wie Solar-Carports, Überdachungen von Geh- und Radwegen und der mobile Solar-Container „solarfold“, eine Art mobiles PV-Kraftwerk. Das unterstreicht auch Geschäftsführer Manfred Rosenstatter: „In den vergangenen drei Jahren haben wir unseren Erfolg hauptsächlich durch die Anpassung an die wachsenden Anforderungen im Solar- und Photovoltaikbereich erzielt. Wir haben drei produzierende Werke, ein Aluminiumstrangpresswerk in Holland, ein großes mechanisches Bearbeitungswerk in Polen, in dem wir zu 90 Prozent die Montagesysteme für unsere Photovoltaikanwendungen produzieren, und ein gleichgelagertes Werk in Slowenien. Es wurde auch intensiv an der Weiterentwicklung unserer Systeme gearbeitet. Zusätzlich haben wir neue Innovationen auf den Weg gebracht, wie den mobilen Solar-Container ,solarfold‘, das smart PV-Carport und unseren PV-Zaun.“

Damit konnte die Alumero-Gruppe ihren Umsatz im Jahr 2022 auf 200 Millionen Euro verdoppeln, wobei der stärkste Wachstumstreiber ein anwenderfreundliches Montage­system für Photovoltaikanlagen auf allen Schräg- und Flachdächern sowie Freiflächenanlagen ist. Aktuell beschäftigt Alumero an vier Standorten, dem Headquarter in Seeham und den drei Werken in Holland, Polen und Slowenien, insgesamt 450 Mitarbeiter.

Attraktiver Arbeitgeber

„Wir sind bestrebt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, der in Weiterbildung investiert“, unterstreicht Rosenstatter die Bedeutung des Employer Brandings. „Wir bieten Benefits wie Sonderkonditionen auf unsere Alumero-metagreen-Produkte, eine Lounge zum Verweilen, technisch gut ausgestattete moderne Arbeitsplätze, sowie gemeinsame gesellschaftliche Veranstaltungen, das Salzburger Klimaticket und die Möglichkeit zur Mitarbeiterbeteiligung.“ Dennoch ortet man auch bei Alumero das Problem des Fachkräftemangels: „Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, unsichere Supply Chains, sowie die Teuerung und eine hohe Inflation. Das sind die größten zukünftigen Herausforderungen, denen wir selbstbewusst entgegentreten.“

Mit aktivem Management trat Alumero den diversen Krisen entgegen. „Wir haben sie durch Umstellung der Methodik von just in time auf just in case gut gemeistert und sind auch in schwierigen Zeiten immer ein verlässlicher und berechenbarer Partner für unsere Kunden“, so Rosenstatter. Um auch in Zukunft kräftig wachsen zu können, legt Alumero zukünftige Schwerpunkte auf neue und innovative Anwendungen im Bereich der erneuerbaren Energie. „Dazu zählt unser smart PV-Carport, bei dem wir mit unzähligen Features die Bedürfnisse des Marktes abdecken. Weiters setzen wir auf unseren mobilen Solar-Container ,solarfold‘, einem zwanzig Fuß hohen Cube-Container, der bis zu 40 Einfamilienhaushalte mit Strom versorgen kann“, erklärt Rosenstatter.

Im Entwicklungsstadium befinden sich ein neuer Photovoltaikzaun und Innovationen für weitere Anwendungen, wie etwa Solar-Indachlösungen, eine PV-Fassade und ein neues aero­dynamisches Flachdach-Schienensystem für PV-Anlagen: „Unser erfolgreiches Montage­system wird laufend optimiert und an neue Marktanforderungen angepasst. Weiters werden wir unsere, eine Photovoltaik-Netzwerkökonomie schaffende Plattform ,Sunify‘, die alle Stakeholder aus dem Bereich Photovoltaik verbindet, weiter ausbauen und relaunchen.“ Zum Portfolio der Alumero Group zählt die eigene „metagreen“-Nachhaltigkeitsstrategie, die weiter vorangetrieben wird. „Ein Großteil unseres Aluminiumbedarfs soll dabei durch recyceltes Aluminium abgedeckt werden. Dadurch können wir den CO2-Footprint signifikant verringern.“


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