Laut türkischer Regierung sollen die Angreifer von Ankara der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angehören. Sie hatte sich zuvor zum Attentat bekannt.
Wenige Tage nach dem Anschlag vor dem Innenministerium in der Hauptstadt Ankara hat die türkische Regierung beide Attentäter identifiziert. Es handle sich um Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, hieß es der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Mittwoch in einer Mitteilung des Innenministeriums. Die PKK hatte sich zuvor zu dem Attentat bekannt. Am Sonntag hatte sich ein Selbstmordattentäter vor dem Innenministerium in die Luft gesprengt.
Ein weiterer Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet, zwei Beamte wurden verletzt. Die türkische Regierung reagierte mit Dutzenden Festnahmen innerhalb der Türkei und Luftschlägen im Nordirak, wo das Hauptquartier der PKK liegt.
Die PKK ist in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation gelistet. In dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt mit dem türkischen Staat sind Zehntausende Menschen getötet worden. Ein Friedensprozess war 2015 gescheitert. (APA/dpa)