In Marseille mehren sich die Morde, immer brutaler wird der Kampf der Drogengangs, reißt Unbeteiligte mit in den Tod: Dabei huldigen sie einem Waffenkult, der einst von Russland ausgegangen ist.
10. September in einer Siedlung in Marseille: Die 24-jährige Socayna wird abends an ihrem Schreibtisch tödlich von einer Kugel getroffen, zufälliges Opfer eines Fassadenbeschusses. 28. September um 19.40 Uhr auf einer belebten Straße in Marseille: Ein maskierter Mann eröffnet das Feuer auf mehrere Personen, 16 Sekunden hält es an, zwei Menschen sterben, einer wird schwer verletzt. 30. September in Nîmes: Fünf Polizisten werden verletzt, nachdem sie zwei Männer angehalten haben. Einer der beiden trägt die gleiche Waffe wie der Straßenmörder vom 28. September. Und es ist derselbe Waffentyp, der dann in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober verwendet wird, um erneut eine Hausfassade in Marseille zu beschießen.