Der Kupferpreis hat zuletzt ein gutes Stück nachgegeben. Doch längerfristig wird das Metall für die Energiewende dringend benötigt. Das könnte Investmentchancen bieten.
Wien. Die Energiewende schreitet munter voran und wird auch von politischer Seite kräftig angetrieben. In den USA sorgt der Inflation Reduction Act (IRA), der vor knapp mehr als einem Jahr umgesetzt wurde, für reichlich Rückenwind. In Deutschland wurde das neue Heizungsgesetz beschlossen. Ab Anfang Jänner 2024 müssen in den Großteil der Neubauten Heizungen mit 65 Prozent erneuerbarer Energie installiert werden.
Für die Herstellung sauberer Energieträger braucht es jede Menge Investitionen. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) sind bis 2030 jährlich gut 4,3 Mrd. Dollar, etwa für den Ausbau von Solar- und Windkraft notwendig, um den Klimawandel einzudämmen. Bis dahin sollen die neu installierten Kapazitäten bereits mehr als 1000 Gigawatt erreichen. Im Vorjahr waren es erst knapp 250 Gigawatt.
Doch der Bau von Windrädern und Solarpaneelen, aber auch von Elektroautos benötigt jede Menge Industriemetalle, wie etwa Kupfer eines ist. Moderne Windkraftanlagen benötigen davon bis zu 30 Tonnen. Und in einem Elektroauto werden laut IEA im Schnitt gut 54 Kilogramm Kupfer verbaut. Ob das Angebot mit der steigenden Nachfrage langfristig mithalten kann, bleibt abzuwarten. Laut S&P Global Market Intelligence dürfte die globale Nachfrage 2035 rund 50 Millionen Tonnen erreichen. Zum Vergleich: Sie lag im Vorjahr bei 25 Millionen Tonnen.