Stadtpolitik

Neue Umfrage in Wien: Massive Verluste für SPÖ, Bierpartei überholt ÖVP

Eine aktuelle Umfrage über die Rathaus-Parteien kommt einem politischen Erdbeben gleich.
Eine aktuelle Umfrage über die Rathaus-Parteien kommt einem politischen Erdbeben gleich. APA / Roland Schlager
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Die Affären der vergangenen Tage und Wochen wirken sich gravierend auf ÖVP und SPÖ aus. Die Bierpartei überrascht und überholt die ÖVP.

In der Bürgermeisterpartei von Michael Ludwig schrillen die Alarmglocken – ebenso wie in der Stadt-ÖVP unter Karl Mahrer. Auslöser ist eine Umfrage von „Unique Research“ (813 Befragte, 3,4 Prozent Schwankungsbreite), die „Heute“ am Montag veröffentlicht hat. Es ist die erste wienweite Umfrage nach der roten Kleingarten-Affäre und dem Burger-Sager von Kanzler Karl Nehammer.

Demnach stürzt die Wiener SPÖ (im Vergleich zur Wien-Wahl 2020) um 6,6 Prozentpunkte auf 35 Prozent ab. Das hat gravierende Folgen für die Stadtregierung. Nachdem die Neos bei acht Prozent liegen, also im Bereich ihres Ergebnisses der vorigen Wien-Wahl, hat Rot-Pink aktuell seine Mehrheit verloren. Ludwig müsste sich damit einen neuen Koalitionspartner suchen. Und das wird schwierig. Denn die ÖVP würde als Alternative nicht in Frage kommen. Der Burger-Sager von Kanzler Karl Nehammer wirkt sich auch auf die Wiener ÖVP unter Obmann Karl Mahrer aus. Sie kommt laut Umfrage nur mehr auf zehn Prozent, kratzt also an der Einstelligkeit.

Großer Gewinner sind die Wiener Freiheitlichen. Die Stadtpartei von Dominik Nepp, die bei der Wien-Wahl 2020 nach freiheitlichen Skandalen auf rund sieben Prozent abgestürzt war, hat sich seitdem verdreifacht. Mit 23 Prozent ist die FPÖ (mit großem Abstand) zweitstärkste Kraft.

Eine kleine Überraschung ist die Bierpartei unter Marco Pogo, der bei der Bundespräsidentenwahl kandidiert hatte. Mit zwölf Prozent überholt er sogar die ÖVP und wäre bei Wien-Wahlen (aktuell) die drittstärkste Partei.

Für die Grünen sieht es derzeit nicht gut aus. Man könnte sagen, der Preis für die Querelen in der Bundesregierung sind hoch. Sie stürzen in Wien von rund 15 Prozent ab und kommen nur noch auf acht Prozent.

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