Analyse

Verbot für Chemikalien-Gruppe „PFAS“: Was tun mit dem Jahrhundert-Schadstoff?

PFAS-Beschichtungen gibt es häufig auch bei Lebensmittelverpackungen; McDonalds hat ein Phase-out angekündigt.
PFAS-Beschichtungen gibt es häufig auch bei Lebensmittelverpackungen; McDonalds hat ein Phase-out angekündigt.Steven Senne
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Die EU plant ein generelles Verbot für eine Chemikalien-Gruppe, bekannt unter dem Kürzel „PFAS“. Sie ist seit Jahrzehnten im Einsatz und wurde bis vor Kurzem grob unterschätzt.

Erst 2021 haben Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Norwegen und Schweden den Bannstrahl gegen eine Gruppe von Substanzen gerichtet, die für viele Jahrzehnte als universell einsetzbar und unbedenklich gegolten haben. Die fünf Ländern wollen ein EU-weites Produktions- und Anwendungsverbot für PFAS verankern. Der EU-Regelungsvorstoß ist bis vor Kurzem Gegenstand eines Konsultationsverfahrens gewesen, im Zuge dessen mehr als 5000 Stellungnahmen eingegangen sind.

Die „per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen“ (PFAS) werden seit den 1950er-Jahren eingesetzt und kommen in immer mehr Anwendungen vor. Das hat auch einen guten Grund: Denn die PFAS – insgesamt gibt es mehr als 10.000 davon – sind langlebig und wasser-, fett- sowie schmutzabweisend. Sie gelten als besonders widerstandsfähig, sind nicht entflammbar und werden häufig in Verpackungen verwendet, auch in Lebensmittelverpackungen.

Einsatz nahezu flächendeckend

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