Risse in Gebäude

Erdbeben richtet Schäden in der Slowakei an

Ersten Bestandsaufnahmen zufolge wurden keine Menschen verletzt. In Österreich war das Beben nicht zu spüren.

Den Osten der Slowakei hat am Montagabend ein Erdbeben erschüttert, bestätigten das Innenministerium in Bratislava und lokale Behörden am Dienstag. Menschen wurden nach offiziellen Angaben nicht verletzt. Lokal wurden aber Ausfälle an technischer Infrastruktur und Risse an Gebäudewänden gemeldet. In Österreich gab es laut Geosphere Austria (ehemals ZAMG) laut APA-Anfrage keine Meldungen über spürbare Beben.

Im Dorf Ďapalovce wurden nach Informationen der Nachrichtenagentur TASR 15 Einfamilienhäuser und in der Stadt Prešov ein Mehrfamilienhaus evakuiert, um die Statik der Gebäude zu überprüfen. Das Innenministerium rief die Bevölkerung noch in der Nacht auf seiner Facebook-Seite auf, Gas- und Stromleitungen auf mögliche Beschädigungen zu überprüfen, ansonsten aber Ruhe zu bewahren. Das Beben sei vom Seismologie-Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften am Montagabend um 20.23 Uhr in 17,8 Kilometern Tiefe mit einer Magnitude von 4,9 gemessen worden. Das Epizentrum habe sich im Gemeindegebiet des Dorfes Ďapalovce im Bezirk Vranov nad Toplou befunden.

Staudämme werden überprüft

Weil sich im betroffenen Gebiet mehrere Stauseen befinden, wurden sofort Überprüfungen der Staumauern vorgenommen. Dabei seien keine Schäden festgestellt worden, teilte das Innenministerium mit. Auch der Betrieb der Atomkraftwerke in Mochovce und Jaslovske Bohunice sei nicht beeinträchtigt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur TASR fiel in mehreren Gemeinden wegen Leitungsschäden der Strom aus. Auf dem Stausee Velka Domasa riss sich ein Ausflugsschiff los und wurde von der Feuerwehr wieder eingeholt.

In einem Teil der Stadt Humenne wurde die zentrale Versorgung mit Warmwasser unterbrochen, weil eine Leitung des Fernheizwerks beschädigt war. In der Gemeinde Kosarovce fiel am Dienstag der Unterricht aus, weil befürchtet wurde, dass die Statik des Volksschulgebäudes durch die Erschütterung gefährdet sein könnte. In mehreren Gemeinden meldeten Bewohner, dass Spiegel und Bilder von Wänden oder Vasen von Schränken gefallen seien. (APA)

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