Ermittlungen

Wettskandal: Italiens Fußball fürchtet einen „Tsunami“

Italiens Nicolo Zaniolo.
Italiens Nicolo Zaniolo. Reuters
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Gegen mindestens drei Topspieler wird wegen illegaler Fußballwetten ermittelt.

Vor zwei wichtigen EM-Qualifikationsspielen zieht in Italien eine Affäre um illegale Fußballwetten weitere Kreise. Die Nationalspieler Sandro Tonali und Nicolò Zaniolo, beide in der englischen Premier League aktiv, wurden kurzfristig aus dem Trainingslager abgezogen. „Ich glaube, es war richtig, die Jungs nach Hause zu schicken – auch zu ihrem Schutz“, sagte Sportminister Andrea Abodi.

Gegen Tonali und Zaniolo wird wegen des Verdachts ermittelt, an illegalen Wetten über eine Online-Plattform beteiligt gewesen zu sein. Die Tageszeitung „Corriere della Sera“ sprach von einem „Tsunami“, der auf den italienischen Fußball zurollen könne. Die zwei Spieler wurden Medienberichten zufolge von der Staatsanwaltschaft bereits befragt. In derselben Affäre laufen Ermittlungen gegen Nicolò Fagioli. Auch der Juventus-Profi soll im Internet auf den Ausgang von Spielen gewettet haben. Fagioli bestreitet die Vorwürfe.

Glücksspiel ist in Italien erlaubt. Spieler und Funktionäre dürfen aber nicht in Sportarten wetten, in denen sie selbst aktiv sind. Bei einer Verurteilung drohen auch mehrjährige Sperren. Am Samstag (20.45 Uhr, live, Dazn) empfängt Europameister Italien in Bari in der EM-Qualifikation Malta. Am Dienstag wartet das Duell mit England. (red.)

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