„Auf den Wandel muss man sich einlassen und am Verhalten arbeiten, es ändern und anpassen“, sagt René Knapp.
Porträt

René Knapp: „Immer auch den Kontext ändern“

HR werde oft als soft erlebt und habe den Ruf, nicht messbar zu sein. Dem widerspricht Uniqa-Vorstand René Knapp: „Gute Personalarbeit schafft ökonomischen Impact.“

Die Employer-Branding-Aktivitäten über die Jahre haben sich ausgezahlt. „Die starke Arbeitgebermarke macht es einfacher, Mitarbeitende zu finden“, sagt René Knapp. Gestiegen sei jedenfalls die Zahl an Bewerbungen, sagt der für Personal, Marke und Nachhaltigkeit zuständige Vorstand der Uniqa Insurance Group. Um Mitarbeitende zu halten, müsse man „spannende Jobs“ bieten: Das heißt, für Knapp kommt es weniger auf die Qualifikationen an, also etwa die formalen Ausbildungen, die zweifellos weiter relevant bleiben, sondern verstärkt auf die Ressourcen, Potenziale und Leidenschaften der (künftigen) Mitarbeitenden. Sie entscheiden darüber, wie und an welcher Stelle die Mitarbeitenden jeweils am besten eingesetzt werden.

Um ein Bild davon zu bekommen, setzt er in seiner HR-Arbeit immer mehr auf Lehr- und Praktikumsstellen. Interessierte auf diese Weise auszubilden und zu begleiten sei „eine intensive Aufbau­arbeit, die sich aber massiv auszahlt“, sagt der 40-Jährige. Generell sei die erste Phase entscheidend, um die wechselseitigen Erwartungen abzuklären. Das sei – auch wenn rund ein Fünftel der Neuen innerhalb der ersten zwei Jahre wieder gehe – wichtig. Schließlich gehe es um langfristige Zusammenarbeit. Denn bei einer Versicherung handle es sich ja auch um ein „langfristiges, stabile Geschäftsmodell. Viel Wissen wird über die Zeit aufgebaut“, sagt Knapp.

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