Tourismus

Große Vorfreude auf den Winter

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Die Stimmung der Touristiker hellt sich auf. Erwartet werden heuer drei Millionen Gäste mehr als im Vorjahr – hauptsächlich aus dem Ausland. Heimische Urlauber warten noch.

Rund um die Feiertage seien die Unterkünfte in den Skiregionen bereits gut gebucht. Das melden die Betriebe aus den Bundesländern, sagt Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler in einer Vorschau zur bevorstehenden Wintersaison. Der Wintertourismus könnte somit den positiven Urlaubsschwung aus der Sommersaison mitnehmen.

Daher ist die Stimmung besser als im Vorjahr, wie die Österreich Werbung (ÖW) mit einer Umfrage unterstreicht. Laut dieser wollen heuer 20 Millionen Menschen einen Winterurlaub in Österreich machen. Das sind drei Millionen mehr als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres „und mehr als vor der Corona-Pandemie“, sagt die neue Geschäftsführerin der Österreich Werbung, Astrid Steharnig-Staudinger, die seit fast sechs Monaten im Amt ist.

Befragt wurden dazu je 1000 Personen aus den wichtigsten Märkten. Das sind – neben Österreich – Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Polen, Tschechien und die Slowakei. Der Anteil ausländischer Gäste in der Wintersaison ist hoch. 77 Prozent der Nächtigungen entfielen im Vorjahr auf ausländische Gäste. Zum Vergleich: Der Anteil im Sommer lag im Vorjahr bei 64,3 Prozent. Der typische österreichische Gast lasse sich noch Zeit mit der Planung. „Er weiß, dass das Angebot vor der Haustür liegt, und da wird abgewartet“, so Kraus-Winkler.

Kulinarik wird wichtiger

Aber auch die Teuerung macht sich bemerkbar und beeinflusst die Urlaubsplanung. Sie sehe auch, dass die „Preissensibilität zunimmt und dass natürlich Sparen im Urlaub zusehends durchgeführt wird“. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sei eines der wichtigsten Auswahlkriterien bei der Wahl des Urlaubs. Hier sei Österreich aber besser als andere Destinationen. Die Preise für Ski-Tagespässe steigen heuer zwischen acht und 13 Prozent, Hotels würden zwischen acht und zwölf Prozent teurer werden.

Inwiefern sich die gestiegenen Kosten für die Betriebe zeigen werden, sei noch nicht einschätzbar, sagt Kraus-Winkler und verweist auf die Entwicklung der Energiepreise. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass wir wieder eine Situation haben werden, wie wir sie am Beginn der Energiekrise hatten“, so die Tourismus-Staatssekretärin. Gleichzeitig bringt der Wintertourismus auch mehr Geld als der Sommertourismus. So gab ein Tourist in der vergangenen Wintersaison 2022/23 durchschnittlich 207 Euro pro Tag aus, ein Sommertourist hingegen 167 Euro.

Arbeitskräfte fehlen

Noch immer kommen Gäste am liebsten zum Skifahren nach Österreich. Das motiviert rund zwei Drittel. Dahinter ziehen auch Winterwanderwege und Rodelbahnen an. Zunehmend besteche Österreich auch mit Kulinarik und Wellnessangeboten.

Nach wie vor bleibt der Arbeitskräftemangel ein Problem für die Tourismusregionen. Der Bedarf ist groß und regional sehr unterschiedlich. Österreichweit gebe es derzeit fast 10.500 offene Stellen. Seitens des Wirtschaftsministeriums sehe man aber einen leichten Rückgang bei den offenen Stellen, habe man doch „um 2,5 Prozent mehr Beschäftigte im Tourismus als noch vor der Pandemie“, heißt es. „Viele Betriebe haben sich in den letzten Jahren in den Bereichen Arbeitsplatzgestaltung, Unternehmenskultur und Employer Branding stark weiterentwickelt und bemühen sich intensiv um neues Personal.“

(klug)


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