Bildung

Zu wenige Schuldirektoren: Italien führt Männerquoten ein

Ein Bild vom Schulbeginn im September vor einer Schule in Turin.
Ein Bild vom Schulbeginn im September vor einer Schule in Turin.Imago / Alessandro Di Marco
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Bei der Ausschreibungen von Schulleiter-Stellen sollen künftig männliche Kandidaten bevorzugt werden. Das italienische Bildungssystem ist weiblich geprägt, doch noch zur Jahrtausendwende waren Männer als Direktoren in der Mehrheit.

Weil Männer in führenden Positionen im Schulsystem unterrepräsentiert sind, führt Italien nun Männerquoten ein: Bei den nächsten Ausschreibungsverfahren für 587 Schulleiter-Posten soll bei Punktegleichstand den männlichen Kandidaten der Vorzug gegeben werden, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Donnerstag.

Im italienischen Schulsystem überwiegt die Zahl der Frauen deutlich. Sie machen insgesamt 83 Prozent des Lehrpersonals aus. In Volksschulen beträgt dieser Wert sogar 95 Prozent.

Bis Anfang der 2000er-Jahre waren zwei Drittel der Schuldirektoren Männer. Das hat sich inzwischen geändert. Die große Mehrheit der Kandidaten für die 587 Schuldirektoren-Stellen dürften Frauen sein. Das Prinzip der Männerquoten soll auch bei den Ausschreibungsverfahren für die Anstellung von Lehrern eingeführt werden, die die Regierung plant. (APA)

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