Nur zwei Kandidaten gelang es, die notwendigen 6000 Unterstützungserklärungen zu sammeln.
WIEN (lug/apa). Zwei Dutzend braune Kartonschachteln standen am Freitag Vormittag in der ÖVP-Zentrale. Der Inhalt: 38.173 Unterstützungserklärungen für VP-Präsidentschafts-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner. "Unsere Kandidatin wird die Erste auf dem Wahlzettel sein", sagte VP-Generalsekretär Reinhold Lopatka. Allerdings nicht, weil die rund 40.000 (Schätzung Büro Fischer) Unterstützungserklärungen für SP-Kandidat Heinz Fischer erst einige Stunden später im Innenministerium abgegeben wurden, sondern weil die Reihung auf dem Stimmzettel alphabetisch erfolgt.
Alle andere scheiterten an den 6000 Unterstützungserklärungen, die für eine Kandidatur notwendig sind: So sammelte der Tiroler Franz Plank nur 30, Sex-Hotline-Betreiber Wolfgang Pöltl 150 Unterschriften. Der oststeirische Richter und frühere SP-Politiker Martin Wabl hofft auf die Nachfrist von drei Tagen.
Eine Beschwerde von Arthur Lambauer, der ebenfalls kandidieren wollte, gegen die 6000er Hürde wurde vom Verfassungsgerichtshof am Freitag zurückgewiesen.