Pizzicato

Robert De Niro Is Talking

Scheu, einsilbig, kein Mann großer Worte: So kennt man den Filmstar als Privatperson. Zuweilen aber spricht die Rolle aus ihm.

Christian Brückner feierte dieser Tage seinen 80. Geburtstag – zwei Monate nach jenem Filmstar, dem er seine unverwechselbare Synchronstimme leiht. Wenn der deutsche Schauspieler, der als Sprecher selbst zu Ruhm kam, anruft, meinen viele, Robert De Niro zu hören. Um ein legendäres De-Niro-Zitat aus dem Martin-Scorsese-Film „Taxi Driver“ zu zitieren, das von Unheil kündet: „You’re talking to me?“ Nix da mit „Robert De Niro is Waiting“, wie die Pop-Sternchen von Bananarama sangen.

Im deutschsprachigen Raum ist das Duo Brückner/De Niro eine Symbiose eingegangen wie Scorsese/De Niro im Film. Nun machten sich die beiden Italo-Amerikaner aus New York wieder ans Werk, und als Dritten in „Killers of the Flower Monn“ zogen sie Leonardo Di Caprio hinzu. Ein Trio furioso. De Niro und Di Caprio spielen in dem historischen Thriller Onkel und Neffe, und De Niro sagt als Patriarch zu ihm: „Du kannst Onkel sagen oder King.“

Scheu, einsilbig, kein Mann großer Worte: So kennt man De Niro indessen als Privatperson. In einem Interview bekannte der Star, der kürzlich zum siebten Mal Vater geworden ist, euphemistisch: „Ich mache nicht die Schwerstarbeit.“ Den Löwenanteil der Baby-Betreuung übernehme seine Freundin. Es war, als hätte Don Vito Corleone aus der „Pate II“ aus ihm gesprochen.

E-Mals an: thomas.vieregge@diepresse.com

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