Präsidentschaft: Kandidaten scheitern an Unterschriften

Heute, Freitag, 17 Uhr endet die Frist für die Einreichung zur Präsidentschaftskandidatur.

GRAZ (sie). "Die Demokratie in Österreich ist eine Frechheit", wettert Wolfgang Pöltl, einer der drei steirischen Anwärter auf das Bundespräsidentenamt. 6000 Unterschriften waren bis heute 17 Uhr gefordert, um kandidieren zu dürfen. Die habe er natürlich nicht. Trotzdem bringt er im Innenministerium seinen Wahlvorschlag, der 3600 Euro kostet, ein. Vehement kritisiert er das System der Unterstützungserklärungen, da in manchen Gemeinden gar keine Formulare vorhanden seien oder sie falsch ausgefüllt wurden. "Ich habe schon eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingereicht", betont Pöltl. "Denn die Demokratie in Russland ist ja moderner", setzt er nach. Er sehe nicht ein, warum einem die Kandidatur für den höchsten Volksvertreter im Lande so schwer gemacht werde.

Dem Fürstenfelder Martin Wabl ergeht es ähnlich. "Ein eigenartiges System", findet er. Auch er hatte mit so manchen Problemen zu kämpfen: Unfreundliche Bürgermeister oder Erklärungen, die auf dem Postweg verschwinden. Trotzdem bringt er heute seinen Wahlvorschlag ein. "Es gehen viele Unterschriften einfach verloren", erzählt auch die Grazer Kabarettistin Irene Schober. Sie gibt "den K(r)ampf" um eine mögliche Kandidatur heute auf und verwertet ihre "Wahlkampferfahrung" fürs nächste Kabarett-Programm.


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