Gaza-Streifen

Ein angeblicher Versuch der Hamas, erneut nach Israel einzudringen

Ein Bild aus Khan Younis - im südlichen Teil es Gazastreifens.
Ein Bild aus Khan Younis - im südlichen Teil es Gazastreifens.APA / AFP / Mahmud Hams
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Die Hamas feuerte in der Nacht erneut Raketen auf Israel, das daraufhin das Tunnelsystem im Süden des Gazastreifens bombardierte - und nach eigenen Angaben einen weiteren Kommandeur dabei tötet. Unterdessen trafen sich Vertreter von Hisbollah, Hamas und Islamischer Dschihad.

Die islamistische Hamas hat nach Angaben des israelischen Militärs versucht, vom Gazastreifen aus erneut nach Israel einzudringen. Wie die Armee in der Nacht auf Mittwoch bekannt gab, habe man einen Versuch von Terroristen vereitelt, vom Meer aus in den Süden Israels zu gelangen. Sie seien dabei gewesen, einen Tunnel an der Küste der abgeriegelten Enklave zu verlassen. Die Luftwaffe bombardierte daraufhin den Tunnel sowie ein Waffenlager der Terroristen, so das Militär mit.

Außerdem feuerten militante Palästinenser aus in der Nacht und Mittwochfrüh erneut Raketen auf Israel ab. Im Grenzgebiet gab es mehrfach Raketenalarm.

Als Gegenreaktion attackierte Israel erneut Hamas-Terroristen und Infrastruktur im Gazastreifen. Ziel der Angriffe seien etwa Tunnel, Kommandozentralen, Waffenlager und Waffen selbst gewesen, teilte das Militär mit. Angegriffen wurden demnach auch Stellungen des Sicherheitsapparats der Hamas. Dieser ist den Angaben zufolge für Überwachung und Inhaftierung von Hamas-Gegnern verantwortlich.

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben nach eigenen Angaben den Kommandeur des Hamas-Bataillons Nord-Khan Younis, Taysir Mubasher, bei einem Luftangriff im Gazastreifen ausgeschaltet.

Das Tunnelsystem der Hamas
Das Tunnelsystem der HamasAPA / Walter Longauer

Treffen von Hisbollah, Hamas und Islamischer Dschihad

Unterdessen traf der Chef der libanesischen Hisbollah, Sayyed Hassan Nasrallah, einem Bericht des Fernsehsenders al-Manar zufolge Anführer der Hamas und des Islamischen Dschihad. Nasrallah, Hamas-Vize Saleh al-Aruri und Jihad-Chef Siad al-Nachala hätten darüber beraten, was ihre Allianz unternehmen müsse, um „einen echten Sieg für den Widerstand“ im Gazastreifen zu erringen. „Bei dem Treffen ... wurden die international eingenommenen Positionen bewertet und was die Achse des Widerstands tun muss“, hieß es bei al-Manar. Der Hisbollah-Sender bezieht sich damit auf ein Bündnis, dem der Iran, militante Palästinenser-Organisationen, Syrien, die libanesische Hisbollah und andere Gruppen angehören. (APA/dpa/Reuters) 

Ein von der Hisbollah veröffentlichtes Bild des Dreier-Treffens.
Ein von der Hisbollah veröffentlichtes Bild des Dreier-Treffens.Reuters / Hezbollah Media Office

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