Ausweg aus den Krisen

Umwelt: Neue Kipppunkte gegen die Hoffnungslosigkeit

Verbrauch von Grundwasser ist eines der drängendsten Probleme. Weltweit ist die Landwirtschaft für drei Viertel der Grundwasser-Entnahmen verantwortlich.
Verbrauch von Grundwasser ist eines der drängendsten Probleme. Weltweit ist die Landwirtschaft für drei Viertel der Grundwasser-Entnahmen verantwortlich.UNICEF Juan Haro UN0847819
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„Welche Zukunft wollen wir?“ Um diese Frage geht ein Bericht der Universität der Vereinten Nationen. Dieser Report zeigt, wie den Vielfach-Krisen gegengesteuert werden kann. Und schlägt gleichzeitig auch Alarm.

Wir kennen sie: die Kipppunkte. Insbesondere durch die Klimakrise sind sie weit über den Kreis der Umweltbewegten zu einem selbstverständlichen Begriff geworden. Sie beschreiben jenen Bereich, in dem ein System nicht linear reagiert, sondern es zu sprunghaften Änderungen kommt – etwa das Gleichgewicht im Regenwald des Amazonas-Beckens, die Änderungen von Salinität und Temperatur im Golfstrom, das Abschmelzen polaren Eises oder das Tauen der Permafrost-Böden.

Ein Kippen eben. Was nach Erreichen und Überschreiten jenes Punkts geschieht, befindet sich weitgehend jenseits von Computer-Modellen und damit außerhalb des zu Erwartenden. Ein Programm, das wir nicht kennen, läuft ab, der Mensch ist Passagier des Geschehens.

Am Mittwoch hat die Universität der Vereinten Nationen den Begriff mit einer anderen Bedeutung erweitert. In der diesjährigen Studie „Vernetzter Desaster Risiko-Bericht“ setzt das Szenario, das die Forscherinnen und Forscher entwickeln, früher an. Und gibt damit noch eine Prise Hoffnung, weil die Marker, die das Risiko ersichtlich machen, auch als Warnsignale verstanden werden können, um Maßnahmen zu ergreifen, die das Risiko vermindern.

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