Zuwanderung

Der „blinde Fleck“ in der Migrationspolitik

Frauen, die im Rahmen der Familienzusammenführung einwandern, sind oft in unfreiwilliger Erwerbslosigkeit gefangen.
Frauen, die im Rahmen der Familienzusammenführung einwandern, sind oft in unfreiwilliger Erwerbslosigkeit gefangen.Die Presse / Clemens Fabry
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Die Migration in die Industrieländer erreichte 2022 einen Höchststand, dabei sind die vom Krieg vertriebenen Ukrainer noch gar nicht eingerechnet. 40 Prozent der Zuwanderer kamen über den Familiennachzug.

Wien. Die reiche Welt ist ein beliebtes Ziel für Menschen aus aller Welt. Die Migration in die Industrieländer erreichte voriges Jahr einen neuen Höchststand: Über sechs Millionen Migranten wanderten 2022 dauerhaft in die Industrieländer ein, zeigt ein Bericht der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das war ein Zuwachs von 26 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Sie kamen vor allem durch den Familiennachzug und über Maßnahmen der Regierungen gegen den Arbeitskräftemangel.

Vertriebene aus der Ukraine und Asylwerber aus 2022 waren in den Zahlen weitgehend nicht erfasst. Im Juni 2023 waren etwa 4,7 Millionen Menschen aus der Ukraine in den Industrieländern registriert. Die meisten in Deutschland, Polen und in den USA. Im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsanzahl nahmen Estland, Litauen und Tschechien die höchste Zahl an ukrainischen Flüchtlingen auf.

105.000 Ukrainer in Österreich

Österreich verzeichnete laut den Daten der OECD im Vorjahr 89.200 dauerhafte Migranten – das ist ein Zuwachs von etwa 21 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Auch hier waren die Vertriebenen aus der Ukraine nicht eingerechnet. Seit Februar 2022 wurden rund 105.000 Kriegsvertriebene aus der Ukraine in Österreich registriert, teilte das Innenministerium auf Anfrage der „Presse“ mit.

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