Fiedler-Kandidatur: Unterstützer winken ab

Potenzielle Unterstützer und Finanziers von Franz Fiedler winken ab.

WIEN (no/mon). Öffentliche Auftritte hat Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler in den vergangenen Tagen gemieden. Am Dienstag stellte sich der mögliche dritte Kandidat für die Präsidentschaftswahl kurz den Medien: "Die Sache ist weiter in Behandlung", sagte Fiedler (VP) vor Beginn des parlamentarischen Rechnungshof-Ausschusses. Die Entscheidung falle "im Laufe dieser Woche".

"Die Rahmenbedingungen müssen passen", meinte Fiedler. Er nannte in diesem Zusammenhang Geld, Organisation, aber auch die Frage, wie die Chancen insgesamt stünden. Im Ausschuss kündigte Fiedler, von Sitzungsteilnehmern angesprochen, "volle Transparenz" im Falle einer Kandidatur an. Indes sagen immer mehr potenzielle Unterstützter und Finanziers ab. In Wirtschaftskreisen bezweifelt man bereits, dass Fiedler das nötige Geld auftreiben kann.

Die Sprecherin des Industriellen Mirko Kovats sagte am Dienstag, dass es sicher keine Unterstützung geben werde - für keinen Politiker. Auch Herbert Vytiska - frühere rechte Hand von Alois Mock, mittlerweile Lobbyist für Casinos Austria International - winkt ab. Er sei "sehr eng" mit Fiedler befreundet, gehöre dessen Komitee aber nicht an, dementierte er in Wien kursierende Gerüchte im Gespräch mit der "Presse".

Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer wird heute, Mittwoch, seine SP-Funktionen zurücklegen. Fischer ist Mitglied des Bundesparteivorstandes und des -präsidiums der SPÖ sowie seit November 1979 einer der stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden. Am Donnerstag will Fischer seinen Intensiv-Wahlkampf für die Bundespräsidentenwahl am 25. April eröffnen. Das Amt des Zweiten Nationalratspräsidenten wird Fischer bis kurz vor der Angelobung des neuen Staatsoberhaupts behalten.


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