Interview

Russischer Tennisstar Andrej Rublew: „Dieser Krieg ist inakzeptabel“

Andrej Rublew nahm sich am Rande der Erste Bank Open in Wien Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Presse“-Sportredakteur Christoph Gastinger.
Andrej Rublew nahm sich am Rande der Erste Bank Open in Wien Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Presse“-Sportredakteur Christoph Gastinger. E|motion/Bildagentur Zolles Kg/Sascha Feuster
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Andrej Rublew hat sich als erster prominenter Sportler Russlands gegen Putin und seinen Krieg in der Ukraine gestellt. Ein Gespräch über Mut, die Egos der Mächtigen und das „wunderschöne“ Leben als Tennisprofi.

Herr Rublew, Ihre Saison ist lang, umfasst bereits über 70 Matches in 15 Ländern. Haben Sie manchmal genug von Tennisplätzen, Hotelzimmern und Flughäfen und würden lieber ein völlig anderes Leben führen?

Andrej Rublew: Nein, niemals. Das Reisen, das Spielen – ich mag das alles, wirklich. Ich habe in meinem Leben genug gesehen und erlebt, um zu verstehen, dass ich als Tennisprofi superglücklich sein muss. Ich übe einen Beruf aus, den ich wirklich liebe, der mir Spaß macht. Tennis ermöglicht mir ein wunderschönes Leben.

Haben Sie schon immer so über Ihren Beruf und Ihr Leben gedacht?

Ich habe viele Freunde, die auf der Universität ihre Abschlüsse gemacht und Diplome erhalten haben. Sie haben sich auf einen bestimmten Beruf vorbereitet, finden aber jetzt keinen Job oder nur einen, der nichts mit ihrem Studium zu tun hat. Einige von ihnen verdienen zu wenig, obwohl sie den ganzen Tag arbeiten. Da ist mir klar geworden, dass ich mich nicht einmal in Ansätzen über mein Leben, meinen Alltag beschweren sollte. Das wäre so respektlos gegenüber allen anderen.

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