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Serie „Unwanted“: Gestrandet auf einem Luxusliner

Glück gehabt? Elvis (Samuel Kalambayi; mi.) und die anderen Bootsflüchtlinge glauben sich auf dem Kreuzfahrtschiff zunächst in Sicherheit.
Glück gehabt? Elvis (Samuel Kalambayi; mi.) und die anderen Bootsflüchtlinge glauben sich auf dem Kreuzfahrtschiff zunächst in Sicherheit. Sky Studios Limited
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Die Serie „Unwanted“ erzählt von Migranten, die von einem Kreuzfahrtschiff aufgenommen werden. Sie hat auch eine unverhohlene politische Agenda. Ab 3.11. auf Sky.

Eines ist von Anfang an klar: Das wird ein Culture Clash der Extraklasse. 28 Bootsflüchtlinge stranden im Mittelmeer auf einem Kreuzfahrtschiff, der luxuriösen „Orizzonte“. Sie werden unter dem Jubel der Passagiere aus den Fluten gerettet und in leer stehenden Kabinen untergebracht. Glück gehabt, möchte man meinen. Doch nach Menschenhandel, Vergewaltigung, Ausbeutung und der traumatischen Bootsfahrt, die die meisten nicht überlebt haben, sind sie noch lang nicht am Ziel – in einem besseren, sicheren Leben.

Die Euphorie verfliegt schnell in der Serie „Unwanted“ (ab 3. 11. auf Sky). Nicht nur bei denen, die tief unten ihre Kabinen nicht verlassen dürfen, damit sie keinen Ärger machen können. Sondern auch bei jenen, die mehrere Stockwerke darüber bei Kaviar und Champagner das Flüchtlingsthema diskutieren. Von oben herab – egal, ob sie nun mitfühlend, abweisend oder ignorant sind. Neugierig sind jedenfalls alle auf diese Menschen, von denen man sonst nur in den Nachrichten hört. Bald werden die Flüchtlinge wie eine Attraktion im großen Showtheater des Schiffes auf die Bühne gebeten, um den anderen Passagieren aus ihrem Leben zu erzählen. Das Flüchtlingsleid wird zum Unterhaltungsprogramm.

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