Gourmetbuch der Woche

Buchtipp A Very Vegan Christmas: Nussbraten statt Gans

Wer schon überlegt, was es heuer zu Weihnachten geben soll: vielleicht was Veganes?
Wer schon überlegt, was es heuer zu Weihnachten geben soll: vielleicht was Veganes?
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Ein Buch für alle, die vegane Gäste festlich bewirten wollen – und keine Ahnung haben, womit.

Manche können ja nicht früh genug anfangen, darüber nachzudenken, was dieses Jahr zu Weihnachten auf den Tisch kommt. Angesichts von immer mehr Kindern und Enkelkindern, Nichten und Cousins, die kein Fleisch mehr essen, vielleicht einmal etwas Veganes? Die Kochbücher, die veganes Essen festlich verpacken, mehren sich jedenfalls.

Auch das der Britin Sam Dixon tut das. Wobei längst nicht alle Rezepte der Vorstellung entsprechen; Linsendal oder Asiagemüse kann sich nicht ganz mit einem fetten Braten messen. Nussbraten, gefüllter Kürbis oder Pilz-Wellington aber vielleicht schon. Wer vegane Gäste festlich bewirten will und keine Ahnung hat womit, dem könnte dieses Buch helfen.

Pilzbraten Wellington

Zutaten: 15 g getrocknete Waldpilze, 150 ml kochendes Wasser, 1 EL Olivenöl, 1 Zwiebel, fein gewürfelt, 1 Stange Sellerie, fein gewürfelt, 1 große ­Karotte, geschält und fein gewürfelt, 4 Knoblauch­zehen, sehr fein gehackt, 300 g Austernpilze, grob zerkleinert, Nadeln von 2 Rosmarinzweigen, grob gehackt, 5 Salbeiblätter, grob gehackt, 1 EL Tomatenmark, 1 EL helle Sojasauce, 280 g abgetropfte Pintobohnen (Konserve), 1 Handvoll glatte Petersilienblätter, gehackt, 50 g frische Semmelbrösel, 2  Packungen veganer Blätterteig (à 320 g), 250 g Blattspinat, gedünstet, abgetropft und ausgedrückt, 250 g gekochte Rote Rüben, in dünnen Scheiben, 50 ml Haferdrink, 1 TL Marmite, 50 g Schwarzkümmelsamen, Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Die getrockneten Pilze in eine hitzebeständige Schüssel geben, mit dem abgemessenen kochenden Wasser übergießen und 30 Minuten einweichen. In der Zwischenzeit das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Sellerie, Karotte und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze 8 Minuten weich dünsten. Austernpilze und Kräuter einrühren und 5 Minuten mitgaren. Die eingeweichten Pilze abtropfen lassen, die Einweichflüssigkeit auffangen. Die Pilze grob hacken, dann mit der Einweichflüssigkeit, dem Tomatenmark und der Sojasauce in die Pfanne geben und 10 Minuten einkochen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Bohnen, Petersilie und Semmelbrösel unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier auslegen und eine Platte Blätterteig darauflegen. Ein Drittel des Spinats auf dem Teig verteilen, dabei rundum einen 2,5 cm breiten Rand frei lassen. Darauf die Roten-Rüben-Scheiben geben. Die Hände mit Wasser anfeuchten. Aus der Bohnen-Pilz-Mischung einen langen Strang formen und auf die Roten Rüben legen. Mit dem restlichen Spinat bedecken. Haferdrink und Marmite in einer kleinen Schüssel verrühren. Den freien Teigrand mit der Mischung einpinseln. Die zweite Teigplatte über die Füllung legen, dabei Lufteinschlüsse vermeiden. Die Teigränder aufeinanderlegen und mit einer Gabel oder mit den Fingern fest zusammendrücken. Mit einem Messer ein Muster in die Oberseite ritzen und einige kleine Löcher in den Teig stechen, damit beim Backen der Dampf entweichen kann.

Den Teig mit der restlichen Haferdrink-Marmite-Mischung einpinseln und mit den Schwarzkümmelsamen bestreuen. 40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist. Aus dem Backofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden und servieren.

Buch

„A Very Vegan Christmas“

Sam Dixon

DK-Verlag

176 Seiten, 18 Euro

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