Klimawandel

Das Ticken der „Carbon Bombs“ ist auch in Österreich zu hören

Investitionen der Zukunft in Kohle-, Öl- und Gasprojekte gefährden Klimaziele.
Investitionen der Zukunft in Kohle-, Öl- und Gasprojekte gefährden Klimaziele.(c) imago stock&people
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Klimakrise hin, Klimakrise her: Mehr als ein Viertel der Öl- und Gas-Projekte weltweit werden von europäischen Ölkonzernen vorangetrieben. Österreich ist dabei. Bei Realisierung der Projekte lösen sich Klimaziele in Luft auf.

Es geht um 425 Projekte der Kohle-, Öl- und Gas-Industrie, die insgesamt Treibhausgas-Emissionen verursachen werden. Deren mögliche Gesamtmenge entspricht dem neunfachen Gesamt-Ausstoß der Welt 2021; oder dem 17-fachen dessen, wozu sich die EU als maximale Emissionsmenge bis 2030 verpflichtet hat. Dies zeigt eine Auswertung, die von zivilgesellschaftlichen Organisationen erstellt und am Dienstag in Brüssel präsentiert worden ist. Koordiniert wurde die Arbeit vom „Climate Action Network“ (CAN) und dem Brüsseler Büro der „Friends of the Earth“ (FoE).

Insgesamt geht es um eine Menge von 333,9 Gigatonnen Treibhausgasen, deren Ausstoß nicht nur die Bemühungen der EU konterkarieren, sondern insgesamt auch die Bestrebung, die Erhöhung der Temperatur (im globalen Mittel) auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen (bis zum Jahr 2100). Selbst ein Unterschreiten des 2,0 Grad-Limits wäre bei Realisierung der Projekte nicht mehr möglich.

425 Projekte, 107 mit Europa-Beteiligung

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