Nahost-Konflikt

Israel führt „gerechten Krieg“: Regierungssprecher lobt Österreichs Haltung

ls Zeichen der Solidarität mit Israel und der israelischen Bevölkerung wurde auf dem Dach des Bundeskanzleramts in Wien die israelische Flagge gehisst.
ls Zeichen der Solidarität mit Israel und der israelischen Bevölkerung wurde auf dem Dach des Bundeskanzleramts in Wien die israelische Flagge gehisst. APA / APA / Eva Manhart
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„Jede Pause in den Kämpfen wird die Hamas nur stärken“, sagt Sprecher Eylon Levy dem TV-Sender Puls 24. Ziel sei die „vollständige Vernichtung“ der Hamas - Österreich hätte das verstanden.

Eylon Levy, der Sprecher der israelischen Regierung, hat am Dienstag im Interview bei PULS 24 Österreichs „klare moralische Haltung“ im aktuellen Nahostkonflikt gelobt. „Ich wünschte, wir könnten der Hamas eine E-Mail schicken und sie freundlich bitten, uns unsere Geiseln zurückzugeben, aber das wird nie passieren“, sagte Levy weiter. Weil das nicht passieren werde, laute das erklärte Ziel nun: „Die vollständige Vernichtung der Hamas“.

Österreich, die USA und das Vereinigte Königreich hätten das verstanden. Dieser Krieg habe eine „klare Botschaft“: Man könne „nicht einfach in ein Land einmarschieren, 1.400 Menschen auf die barbarischste Art und Weise ermorden und dann erwarten, dass man zu einem Waffenstillstand zurückkehrt“, so Levy.

„Lächerliche Resolution“

Österreich habe mit Israel „gegen diese einseitige und lächerliche Resolution“ gestimmt, die das Massaker der Hamas nicht erwähnte, so Levy. „Wir waren sehr dankbar für die Unterstützungserklärungen sowohl des Bundeskanzlers (Karl Nehammer, Anm.), von Bundespräsident (Alexander, Anm.) Van der Bellen als auch von Außenminister (Alexander, Anm.) Schallenberg, die alle deutlich gemacht haben, dass Österreich in voller Solidarität mit Israel steht“. Israel würde „einen gerechten Krieg“ führen „und wir wissen, dass gute Menschen und Nationen an unserer Seite sind“.

Auf die Frage nach humanitären Feuerpausen, wie sie etwa auch US-Außenminister Antony Blinken forderte, oder gar zu einer Waffenruhe, sagt Levy: „Jede Pause in den Kämpfen wird die Hamas nur stärken“. Taktische Pausen - „eine Stunde hier, eine Stunde dort, um humanitäre Hilfe hereinzulassen oder Geiseln herauszuholen“ - habe man schon gemacht und werde das auch weiter machen. Außerdem werde man, so Levy, den „Druck auf die Hamas im Norden“ erhöhen und „mehr Hilfe“ aus Ägypten in den Süden lassen.

Ziel sei es, den Gazastreifen zu entmilitarisieren

Noch sei es etwas „verfrüht“, darüber zu sprechen, was Israel tun werde, wenn die Hamas besiegt sei. Die „Schlacht“ werde eine lange sein, betonte Levy. Das Ziel sei es jedenfalls, den Gazastreifen vollständig zu entmilitarisieren und die „Sicherheitskontrolle“ zu übernehmen. Auf die Frage, ob das eine Besatzung wie vor 2005 bedeuten würde, wollte Levy „nicht näher“ eingehen. Ob die Palästinensische Autonomiebehörde dort die Verantwortung übernehmen solle, sei eine der Optionen, die man prüfe.

Eine eindeutige Ablehnung zeigte Levy jedoch für den Plan, der in einem geleakten Papier des israelischen Geheimdienstministers skizziert wurde. Demnach sollten die Palästinenser aus dem Gazastreifen nach Sinai in Ägypten umgesiedelt werden. „Nein, nein, nein, das ist im Moment keine Option“, so Levy. (APA)


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