Pharmakonzern

Bayer-Konzern wird nicht dreigeteilt, aber einige Sparten könnten nun verkauft werden

Eines von Bayers renommiertesten Produkten: Die Aspirin-Tablette.
Eines von Bayers renommiertesten Produkten: Die Aspirin-Tablette.APA / Comyan / A3276 Martin Gerten
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Der neue Konzernchef wird beim Umbau des deutschen Pharma- und Chemieriesen konkreter. Die heurige Performance zwingt einmal mehr zum Handeln: „Fast 50 Milliarden Euro Umsatz, aber null Cashflow – das ist einfach nicht akzeptabel.“

Die Bayer AG prüft laut Konzernchef Bill Anderson einen möglichen Verkauf ihrer Agrar-Sparte oder der für verschreibungsfreie Medizinprodukte, um den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern zu verschlanken. Eine Zerschlagung in drei Teile sei jedoch verworfen worden.

„Wir werden Bayer so umgestalten, dass wir uns nur noch auf das konzentrieren, was für unsere Mission wesentlich ist – und von allem anderen befreien wir uns“, erklärte Anderson anlässlich der Vorlage des Quartalsberichts. Das werde unter anderem auch die Belegschaft „erheblich reduzieren“.

Externe Berater analysieren Optionen

Die Optionen werden derzeit mit externen Finanzberatern analysiert, so Anderson. „Neben der Beibehaltung von drei Divisionen werde weiterhin eine Trennung von der Division Consumer Health oder der Division Crop Science geprüft“, so Bayer in der Mitteilung. Eine Dreiteilung — die dritte Sparte ist die Division Pharmaceuticals für verschreibungspflichtige Arzneimittel — sei geprüft worden, werde aber ausgeschlossen.

Anderson steht seit April an der Spitze von Bayer und hat bereits zuvor gesagt, er schließe nichts aus, um das Wachstum bei Bayer wieder anzukurbeln. „Wir sind mit unserer Performance in diesem Jahr nicht zufrieden“, so Anderson. „Fast 50 Milliarden Euro Umsatz, aber null Cashflow – das ist einfach nicht akzeptabel.“

Bayer meldete am Mittwoch etwas schwächere Quartalszahlen als von Analysten erwartet, bestätigte aber seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Auf einem Investorentag im März wird das Unternehmen weitere Einzelheiten zu seinen Zukunftsplänen bekannt geben. (Bloomberg)

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