Erfolgsdruck

Wenn es Profisportlern reicht: Höchstleistungen als ständige Pflicht

Simone Biles gilt aktuell als Galionsfigur im Umgang mit dem Leistungsdruck im Spitzensport.
Simone Biles gilt aktuell als Galionsfigur im Umgang mit dem Leistungsdruck im Spitzensport.Reuters/Yves Herman
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Flucht, Antidepressiva, Scheitern oder Erfolg? Nur eine dieser vier Möglichkeiten kann wünschenswert sein. Über die schleichende Gefahr im Spitzensport.

Die Meldungen im alpinen Skisport häufen sich: Immer mehr und immer öfter sprechen Weltcupfahrer im Zuge der Bekanntgabe ihrer Karriereenden von mentalen Gründen für diese. Unmittelbar vor der ersten Abfahrt der Saison in Zermatt/Cervinia am Samstag trat nun der Italiener Federico Simoni zurück – mit nur 26 Jahren. „Ich habe alles gegeben, aber mein Kopf hat mir einen Streich gespielt. Der letzte Sturz war der schwerste, von dem ich mich erholen musste. Körperlich war ich wieder wie vorher, aber geistig nicht“, schrieb er vergangenes Wochenende in den sozialen Netzwerken – und bezog sich auf einen Crash im Jänner in einem Europacuprennen.

In dieselbe Kerbe hatte Frankreichs Abfahrer Victor Schuller geschlagen, der im März mit 29 Jahren einen Schlussstrich zog. „Alpiner Skisport auf hohem Niveau lässt wenig Raum für Zweifel und die unaufhörliche Angst vor Verletzungen“, schrieb er damals in den sozialen Netzwerken. Er fühle sich nicht mehr bereit, „alle Regeln des Spiels zu akzeptieren“.

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