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Pro-Palästinenser dringen in Halle der „New York Times“ ein

Eine Frau hält eine Version der Zeitung, wie sie sie sich wünschen würde:Mit einer Liste von Menschen, die in Gaza getötet wurden.
Eine Frau hält eine Version der Zeitung, wie sie sie sich wünschen würde:Mit einer Liste von Menschen, die in Gaza getötet wurden.Reuters / David Dee Delgado
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Es waren Tausende, die in Manhattan für die Interessen der Palästinenser demonstrierten. Zwei Dutzend etwa drangen bei der Zeitung ein, der sie eine „pro-israelische Tendenz“ vorwerfen.

Bei einer Protestkundgebung in New York haben sich pro-palästinensische Demonstranten Zutritt zum Gebäude der „New York Times“ verschafft. Wie die US-Zeitung am Donnerstag berichtete, sei ein Protestzug mit Tausenden Teilnehmern in Richtung des Times Square in Manhattan gezogen. Dabei seien einige vor dem Wolkenkratzer stehengeblieben, in dem die Zeitung ihren Hauptsitz hat. Dutzende Personen seien in die Eingangshalle eingedrungen, hieß es.

„Blut an euren Händen“

Die Zeitung „New York Daily News“ berichtete, etwa 30 Personen hätten in der Lobby der „New York Times“ Augenzeugen zufolge Parolen skandiert. Demonstranten hätten ihre Gesichter im Gebäude mit Palästinensertüchern verhüllt. Das Sicherheitspersonal habe sie kurz gewähren lassen, über Festnahmen gab es zunächst keine Angaben. Die Demonstranten hätten ein Café im selben Gebäude mit den Worten „Blut an euren Händen“, „Free Gaza“ und „Free Palestine“ besprüht. Bei einem Polizeiauto vor dem Hochhaus sei die Heckscheibe eingeschlagen worden, hieß es.

Der Protest habe sich gegen die Berichterstattung der „New York Times“ gerichtet, hieß es weiter. Die Demonstranten warfen demnach dem Blatt eine „pro-israelische Tendenz“ vor. Die „New York Times“ wies Kritik an ihrer Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Hamas zurück. Sie habe „ausführlich und mit Fairness, Unparteilichkeit und einem umfassenden Verständnis für die Komplexität des Konflikts“ berichtet, hieß es in einer Stellungnahme, die der „New York Daily News“ vorlag. „Wir unterstützen in vollem Umfang das Recht dieser Gruppe, ihren Standpunkt zu äußern, auch wenn wir mit ihrer Beschreibung unserer Berichterstattung nicht einverstanden sind.“

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